Terrorverlag > Blog > DEE DEE BRIDGEWATER > Red Earth

Band Filter

DEE DEE BRIDGEWATER - Red Earth

VN:F [1.9.22_1171]
DeeDee-Bridgewater-Red-Earth.jpg
Artist DEE DEE BRIDGEWATER
Title Red Earth
Homepage DEE DEE BRIDGEWATER
Label DDB RECORDS/ UNIVERSAL MUSIC
Veröffentlichung 23.03.2007
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Der Terrorverlag hat schon über den Live-Auftritt von Okembe-Spielern aus Uganda im vorwinterlich kalten Rietberg berichtet, warum dann nicht auch mal ein Review über afrikanisch inspirierten Jazz? Zugegeben, absolutes Neuland für mich, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben und so wage ich das Abenteuer, das sich für mich ja auch einigermaßen überschaubar gestaltet. Die Grammy ausgezeichnete Jazzsängerin DEE DEE BRIDGEWATER hat bei der Entstehung ihres Albums „Red Earth“ sicher mehr erlebt. Für die Platte verließ die in Memphis/ Tennessee geborene und in Paris lebende Künstlerin ihre gewohnte Umgebung und machte sich auf die Suche nach ihren afrikanischen Wurzeln. In Mali wurde sie fündig und dort nahm sie auch mit ihrer Band (Edsel Gomez aus Puerto Rico am Piano, Bassist Ira Coleman und der argentinische Schlagzeuger und Perkussionist Minino Garay) und einer Vielzahl malischer Musiker (darunter die einzigartige Sängerin Oumou Sangaré) innerhalb von vier Tagen die zwölf Songs auf, welche die eigentlichen Wurzeln des Jazz und Blues widerspiegeln und Teil ihrer eigenen Geschichte als Afro-Amerikanerin sein sollen.

In erster Linie sind das Bearbeitungen traditioneller Mandingo-Stücke aus Mali, aber auch spannende Versionen von vier Jazz-Klassikern. Da haben wir Mongo Santamarias „Afro Blue“, Nina Simones „Four Women“, Waye Shorters „Footprints“ und den durch LES McCANN und EDDIE HARRIS bekannt gewordenen Gene McDaniels-Song „Compared To What“. Die Kombination klassischer Jazz-Elemente mit afrikanischen Instrumenten und Rhythmen ist beim ersten Hören ungewohnt, beim zweiten Durchgang sind die tiefen Verbindungen der beiden Musikstile aber nicht mehr zu leugnen. „Bad Spirits (Bani)“ lässt sogar noch ein wenig Calypso-Feeling aufkommen, während „Dee Dee“ asiatische Einflüsse vermuten lässt, auch so kann Globalisierung verstanden werden. „Mama Don’t Ever Go Away (Mama Dien Sara Ye)“ klingt genauso wie man es von Musik des Schwarzen Kontinents erwartet: sehr rhythmusbetont und mit dem typischen Mitklatsch-Gesang. „Children Go Round (Demissenu)“, „Oh My Love (Diarabi)“ und „Meanwhile“ betonen hingegen stärker den Jazz-Aspekt, während „The Griot (Sakodougou)“ besonders vom Chorgesang getragen wird. Der Titelsong „Red Earth (Massani Cisse)“ ist der roten Erde gewidmet, welche Dee Dee sowohl in Mali als auch in ihrem Heimatstaat Tennessee entdeckte. So umspannt das Stück auch Memphis-Blues, Jazz und volkstümliche Sounds aus dem westafrikanischen Mali.

Ohne Zweifel ein ungewöhnliches Album, das jedoch voller Spielfreude und Musikalität steckt. Eine einmalige Fusion aus Jazz und ursprünglicher malischer Musik.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Dee Dee Bridgewater 'Red Earth' Tracklist
1. Afro Blue Button MP3 bestellen
2. Bad Spirits (Bani) Button MP3 bestellen
3. Dee Dee Button MP3 bestellen
4. Mama Don't Ever Go Away (Mama Digna Sara Ye)
5. Long Time Ago Button MP3 bestellen
6. Children Go `Round (Demissenw) Button MP3 bestellen
7. The Griots (Sakhodougou) Button MP3 bestellen
8. Oh My Love (Djarabi) Button MP3 bestellen
9. Four Women Button MP3 bestellen
10. No More (Bambo)
11. Red Earth (Massane Cisse)
12. Meanwhile
13. Compared to What
Dee Dee Bridgewater 'Red Earth' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 22,56 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 16,93 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 9,99 Online bestellen

Mehr zu DEE DEE BRIDGEWATER