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DELAIN - Lunar Prelude (EP)

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DELAIN
Artist DELAIN
Title Lunar Prelude (EP)
Homepage DELAIN
Label NAPALM
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Für 2016 hat sich die niederländische Symphonic-Metal-Formation wirklich einiges vorgenommen. Neben einer Headliner-Tour durch ihr Heimatland stehen eine umfangreich Nordamerika-Reise als Support für NIGHTWISH sowie jede Menge Festivalauftritte auf dem Plan. Darunter die Klassiker „Graspop Metal Meeting“ und „Bang Your Head“. Als Vorläufer für das ebenfalls angekündigte neue Album liegt jetzt eine sieben Titel umfassende EP bereit. Die zwei neukomponierten Songs stehen sinnvollerweise am Anfang der Tracklist. Es folgen eine Neueinspielung, vier Live-Mitschnitte sowie eine Orchester-Version.

“Suckerpunch” legt einen fulminanten Start hin. Heavy-Metal-Elemente paaren sich mit einem gut im Ohr bleibenden Refrain. Keyboard-Sounds sorgen vor allem im Mittelteil für eine anständige Portion Bombast. Da scheint ein Platz auf der Setlist für die kommende Konzertsaison garantiert. „Turn The Lights Out“ kommt deutlich melancholischer daher. Spielt jedoch auch aufgrund von ein paar überflüssigen Refrain-Wiederholungen sowie etwas dick aufgetragener Keyboards nicht in der gleichen Liga wie der Opener. „Don’t Let Go“ stand bereits auf dem 2014er Album „The Human Contradiction“ und wurde neu eingespielt. 80er-Pop-Sounds vom Stil „The Great Commandment“ treffen auf knackige Gitarrenklänge. Facettenreich und inklusive schöner Stereoeffekte. Bei „Lullaby“ gibt es klar dominierende Gitarrenwände, die beim Refrain durch eingängige Pianoklänge ergänzt werden. Ein gelungener Break mündet in ein kraftstrotzendes Finale. Das abwechslungsreiche „Stardust“ weckt Erinnerungen an HIM und zeichnet sich durch eine schöne Live-Atmosphäre aus. Noch ein paar finnische Zitate: Der Stampfer „Here Come The Vultures“ bietet NIGHTWISH typisches Entdeckungspotential und bleibt trotz überflüssigem „Lalala“-Part im gutklassigen Bereich. „Army of Dolls“ präsentiert sich vergleichsweise einfach strukturiert und kommt beim Konzertpublikum offensichtlich sehr gut an. Den Abschluss liefert „Suckerpunch Orchestra“ mit einer Klassik-Version ohne Gesang.

Wie nicht anders zu erwarten, erfinden DELAIN das Genre Symphonic Metal nicht neu, bieten in diesem Genre aber durchaus einen gehobenen Qualitätsstandard. Wer auf Bands aus dem Umfeld von NIGHTWISH oder WITHIN TEMPTATION steht, kann hier bedenkenlos eine Hörprobe wagen.

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