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DENIED/ BDF - Live in Sin… Face Death in Judgement

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Artist DENIED/ BDF
Title Live in Sin… Face Death in Judgement
Homepage DENIED/ BDF
Label FILLED WITH HATE RECORDS
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Hardcore-Scheiben bespreche ich doch immer wieder gerne, haben sie doch im allgemeinen keine allzu lange Laufzeit. So ist es auch bei vorliegender CD, die nicht mal eine halbe Stunde den Gehörgängen schmeichelt, wenn man das so sagen möchte. 2 mal 4 Songs sind es, denn hier handelt es sich mal wieder um eine in diesem Genre sehr gerne produzierten Split-CDs. New York vs. London, DENIED vs. BDF (aka BEATDOWN FURY) steht auf der (veganen?) Speisekarte.

Den ersten musikalischen Blumenstrauß liefern die 3 Mannen plus Gitarrenfrau Melissa aus USA ab, welche seit 1995 herum pogen und immerhin schon eine MCD und Compilationbeiträge abliefern konnten. Und auch wenn ich mir nicht tagtäglich HC reinziehe, ist die Klassifizierung doch so was von klar: Old School rules! Klassischer kann New York Hardcore eigentlich gar nicht sein: Aggressives Gebrülle, Moshparts, nach vorne Gebretter, SICK OF IT ALL und MADBALL lassen grüßen! Das ganze mit einer rauen aber dennoch direkten Produktion, welche die Kompositionen im rechten Licht erstrahlen lässt. Shouter Jared klingt wie die kleine Ausgabe von Billy Milano, dazu passend werden auch ein paar metallische Parts integriert. Am besten gelingt das beim abwechslungsreichen „Lies upon Lies“ mit den netten Stop and Go-Effekten. Null Prozent Innovation, 90 Prozent Spaß der ganz alten Gangart!

BDF legen los und der Sound wandelt sich. Die Chose klingt heller und sauberer, allerdings auch ein klein wenig softer. Bei den Engländern teilen sich 2 illustre Gestalten die Gesangsarbeit: Pierre von KNUCKLEDUST sowie Pete von KARTEL. Teilweise werden die Vocals so richtig schön Grindcore-mässig dahingerotzt, wie man überhaupt eine deutlich metallischere Ausrichtung fährt als die CD-Genossen. Double Bass, frickelige Bass-Spur, komplexe Kompositionen, die sich auf den ersten Blick nicht unbedingt flüssig anhören. So etwas wie „proggiger Arthouse Grind“. Nach einer gewissen Aufwärmphase habe ich allerdings durchaus Gefallen an dem Quintett gefunden, wenngleich mich die Zusammenstellung der Split im nachhinein doch etwas wundert. Denn die beiden Acts passen nicht wirklich zusammen. Auf der einen Seite purer, eingängiger Retrosound auf die Fresse, auf der anderen wahnwitziges Core-Gefrickele. Beides hat seine Berechtigung, beides ist gut ausgeführt und wahrscheinlich gibt’s doch weitaus mehr tolerante Zeitgenossen als ich vielleicht vermutet hätte. Filled with Hate, pledged with Pride, united we stand…

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