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DER BLUTHARSCH - When did Wonderland end?

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Der-Blutharsch-Wonderland-End.jpg
Artist DER BLUTHARSCH
Title When did Wonderland end?
Homepage DER BLUTHARSCH
Label WKN/ TESCO
Veröffentlichung 02.12.2005
Leserbewertung
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6.2/10 (9 Bewertungen)

Bereits ein kurzer Blick auf das Cover des neuesten, kurz vor dem Jahreswechsel doch noch zur Veröffentlichungsreife gelangten DER BLUTHARSCH Albums mit dem ambivalenten Titel “When did Wonderland end?” lässt erahnen, dass sich im Lager von Albin Julius zumindest einige kleinere Veränderungen ergeben haben. Dort wird nun nämlich auch verstärkt nach außen deutlich, dass man den BLUTHARSCH inzwischen nicht mehr einfach auf ein Ein-Mann-Projekt reduzieren sollte, sondern es stattdessen mit einer richtigen “Band” zu tun bekommt. So schaut man dann auch direkt in die leicht “maskierten” Gesichter von Meister Julius und seinen Gesellen/ innen Marthynna, Jörg B. (GRAUMAHD) sowie Bain Wolfkind, die sich ausweislich der Credits wahlweise besonders im Bereich der Vocals, Drums/ Percussion und an den Gitarren hervorgetan, ihre Kräfte übrigens aber allesamt auch schon auf dem Vorgänger “Time is thee enemy!” eingebracht haben.

„Gitarren“ ist überhaupt ein gutes Stichwort, denn gerade in diesem Bereich hat der BLUTHARSCH-Sound spürbar an Zuwachs gewonnen, was dem Werk stellenweise doch vermehrt zu folkigen, gelegentlich aber auch zu fast rockigen Zügen verhilft. Zugleich sind die wiederum unbetitelten Stücke ebenfalls geprägt durch die wohlbekannte martiale Rhythmik, die natürlich ebenso wie das altertümliche Klanggewand erhalten geblieben ist. Als weiteres bestimmendes Merkmal ist zudem die von den Protagonisten erzeugte stimmliche und zugleich sprachliche Vielfalt positiv hervorzuheben, für die man sich zusätzlich noch einiger Gastmusiker, wie etwa Paola Andrea Riascos von der spanischen Ritual-/ Esoterik-Formation TERRORITMO, bedient hat. Der lingualen Vielseitigkeit steht aber auch die reichhaltige Instrumentierung in nichts nach, die sich im Wesentlichen wie folgt auf die einzelnen Lieder verteilt:

Zu Anfang erklingt noch etwas zerbrechlich die Melodie von “Lili Marleen” aus einer Spieluhr, dem wohl populärsten Kriegslied aller Zeiten, bevor schon Track 2 beim Hörer eine düster-schleppende und beschwörende Atmosphäre verbreitet, an der die von Matt Howden (SIEBEN/ SOL INVICTUS) beigesteuerten schrägen Violinenklänge großen Anteil haben. Eher melancholisch geht es auch in den nächsten beiden Stücken weiter, deren Grundgerüst kraftvolles Bassspiel bzw. recht dominante Trommeln bilden. Während Track 3 seine melodische Seite allerdings eher im Gesang findet, kommen anschließend Klarinette und Cello zum Einsatz, für die man Christine K. (GRAUMAHD) und Alessio B. (VARUNNA) als Mitstreiter gewinnen konnte. Im nachfolgenden Titelstück wird dann ein eher gesprochener Text lediglich von spärlich in Szene gesetztem Piano untermalt. Track 6 hätte hingegen auch gut auf “Time is thee enemy!” stehen können, obwohl es sich um eine Coverversion von “Frost flowers” handelt – allerdings nun mit weiblichem Gesang –, an dem Albin seinerzeit ja schon für das 98´er DEATH IN JUNE Album “Take care and control” und für die spätere “Heilige!” Live-CD mitgewirkt hat. Den etwas schwächeren siebten Track bügeln dann gleich zwei absolute Neofolk-Highlights nacheinander aus. Track 8 (“So bring your iron rain down upon me”) ist eine eingängige Hymne, deren Struktur vor allem eine kraftvoll angeschlagene Akustik-Gitarre vorgibt, und zu der auch ein Videoclip erstellt wurde, der der limitierten CD-Erstauflage (3000 Stück) in DVD-Form beiliegt! Track 9 besticht dagegen durch einen deutschen Text (“…im finsteren Wald, wo die Zeit still steht…”), viel Energie und vereinzeltes Mundharmonikaspiel.
Nach einem sich anschließenden Intermezzo bleibt dann noch kurz Zeit für einen leicht industriellen Stampfer, bevor eine Blaskapelle aus der Konserve den Abgesang spielt. Wer sich dann allerdings noch etwas in Geduld übt, vermag in den letzten ca. 5:30 Minuten noch einer weiteren, mir leider unbekannten aber in dieser Form durchaus gelungenen Coverversion lauschen, die ein sehr interessantes und gutes Release abschließt.

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