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DEREK SHERINIAN - Blood of the Snake

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Artist DEREK SHERINIAN
Title Blood of the Snake
Homepage DEREK SHERINIAN
Label INSIDE OUT
Veröffentlichung 28.07.2006
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Kevin Moore verzichtete auf eine Teilnahme an dem “Live Scenes from New York”-Konzert mit der Begründung, er wolle nicht als Ex-DREAM THEATER Mitglied vorgeführt werden. Dabei hatte der Keyboarder den Sound der Gruppe gerade in den Anfangsjahren entscheidend mitgeprägt und einige Band-interne Klassiker verfasst. DEREK SHERINIAN wiederum, der lediglich bei dem Cover-Album „A Change of Season“ und dem durch Einwirken der Plattenfirma leicht unbefriedigend ausgefallenen „Falling into Infinity“ dabei war, ist da weit weniger zimperlich. Doch man darf es offen aussprechen: „Blood of the Snake“ wird jedem DT-Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Freilich hat das zum einen. mit der absoluten Traumbesetzung zu tun, die neben Yngwie Malmsteen und Slash u.a. den ehemaligen Kollegen John Petrucci beinhaltet. Doch was weitaus schwerer wiegt, ist die stilistische Freizügigkeit, die sich SHERINIAN hier, analog zu DREAM THEATER, gönnt. Dass er tonnenschweren Riff-Rock ebenso wie gefühlvolle Balladen beherrscht, wusste man bereits. Auch energiegeladener Funk war bei ihm stets bestens aufgehoben. Zu diesen Eckdaten hat sich aber nun ein weiteres Element eingeschlichen, in der Form von futuristischem, waghalsigem Fusion Jazz. Der ist ihm sogar so gut gelungen, dass man nachher beinahe enttäuscht ist, dass es mit „Phantom Shuffle“ und „On the Moon“ nur zwei dieser Tracks auf das Album geschafft haben – davon gerne bald mehr. Doch auch die anderen Stücke haben es in sich, vor allem weil SHERINIAN nicht einer von den Tastenzauberern ist, die ihre Fingerfertigkeit bis zum Erbrechen beweisen müssen. Stattdessen schüttelt der Sidekick zu TODD RUNDGREN, KISS und ALICE COOPER eine großartig verschnörkelte Melodie nach der nächsten aus dem Ärmel, wiederholt, windet und variiert sie, bis sich das Thema endgültig in den Gehörgängen eingefräst hat. Und ein paar blitzschnelle, doch ebenso eingängige Soli gibt es dann als Bonus noch hinterher – zum Teil als wahnwitziges Duell mit dem schwedischen Irrwisch Malmsteen. Auf „Man with no Name“ und dem Cover des 60s Gassenhauers „In the summertime“ geben dann sogar noch ZAKK WYLDE und BILLY IDOL ein Stelldichein, was dem bunten Reigen auf „Blood of the Snake“ endgültig die Krone aufsetzt.

Gleichzeitig allerdings fügen sich diese beiden Stücke nicht ganz so nahtlos in den Fluss des Albums ein wie die übrigen; mit rein instrumentalen Mitteln erzählt SHERINIAN eindeutig spannendere Geschichten. Dank einer glasklaren Produktion ohne Mätzchen klingt er dabei tatsächlich an mehr als einer Stelle wie DREAM THEATER – und das, obwohl sich keines der Stücke auf mehr als sieben Minuten ausdehnt und man diesen konzisen Stil kaum noch als Prog Metal bezeichnen kann. Doch allzu weit davon entfernt bewegt er sich weder in musikalischer, noch qualitativer Hinsicht. Den Aufkleber mit „Ex Member of…“ hätte sich DEREK SHERINIAN wahrlich verdient.

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Derek Sherinian 'Blood of the Snake' Tracklist
1. Czar of steel
2. Man with no name
3. Phantom shuffle
4. Been here before Button MP3 bestellen
5. Blood of the snake
6. On the moon
7. The monsoon
8. Prelude to battle
9. Viking massacre
10. In the summertime
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