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DEVILSKISS - Flammenmahl

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Artist DEVILSKISS
Title Flammenmahl
Label EIGENPRODUKTION
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Als das altehrwürdige K17 Anfang des Jahres einen Support für UNHEILIG suchte, ward die Stunde von DEVILSKISS geschlagen, die schlussendlich ihren ersten Gig auf die Bretter bringen konnten. Die Geschichte der Hauptstädter währt allerdings schon eine Weile länger, im Jahre 2000 wurde die Formation als Solo Projekt eines gewissen Ron (vormals bei den Synthie Poppern AREA|51) geboren, bevor sich nach und nach weitere Musiker hinzugesellten und die Mucke mithin immer organischer wurde. Aktuell besteht man aus 4 dynamischen kurzhaarigen Recken, von denen Bassist Dig ehemals bei den Todesmetallern NECROPSY die Saiten bediente. Ein erster Erfolg in der Bandhistorie war sicher der Gewinn des Sonic Seducer Battle of the Bands Award im Jahre 2003. Der Siegertitel „Der Teufel“ ist auf der ersten EP von DEVILSKISS allerdings gar nicht enthalten, man war also in der Zwischenzeit nicht untätig. Zudem verfügt man über gute Kontakte zu den Herren Pohl und Manke, die den Silberling im Fearsection Studio auch produziert haben.

4 Tracks in 17 Minuten, so lautet die erste musikalische Visitenkarte der Electro Rocker – so zumindest bezeichnen sie sich selbst. Der eingangs erwähnte Support Slot war also durchaus passend, wenngleich der Graf softer zu Werke geht. Der Opener „Henkersmahl“ erinnert in der Strophen-Grundstruktur etwas an „Du hast“ von RAMMSTEIN, riffige, aggressive Gitarren und tiefer deutscher Gesang, eine Formel, die ja momentan vielversprechend ist. Die flächigeren Keys machen hier den Unterschied zu den deutschen „Vorzeigekünstlern“ aus. „Flammenmeer“ kommt dann romantischer und getragener daher, man kann also auch anders. Doch schon führt einen „Das Wrack“ wieder in etwas härtere Midtempo-Gefilde, mit abgehackten Riffs und einen an Teufel (TANZWUT) gemahnenden Gesang. Mit dem rotzigen Uptempo Track „Ich bin dein“ ist die Lasernadel auch schon wieder am Ende angelangt, eigentlich schade.

Eine professionelle Veröffentlichung im Spannungsfeld von STAUBKIND, OOMPH!, UNHEILIG, NIK PAGE etc., also all jene Künstler, die Gitarren und Synthetik zu interessanten Klangwelten verbinden. Während die Produktion schon sehr ordentlich aus dem Äther knallt, sollte man sich beim Songwriting noch etwas mehr von den Vorbildern lösen, allerdings spielt das bei einem Debüt auch noch keine so große Rolle. Man hat eine erste sehr ansehnliche Duftmarke gesetzt, die nun konsequent weiterverfolgt werden muss, mit stetiger Präsenz auf Bühne und in den Szenediscos. Mal sehen, welchen Weg der Kuss des Teufels in Zukunft einschlagen wird…

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