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DIARY OF DREAMS - Hell In Eden

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DIARY OF DREAMS2
Artist DIARY OF DREAMS
Title Hell In Eden
Homepage DIARY OF DREAMS
Label ACCESSION RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

„Eden ist kein Ort. Eden ist eine Maschine“ – so lauten die ersten Worte vom Begleittext des Konzeptalbums „Eden In Hell“ von DIARY OF DREAMS. Man sollte also lieber nicht davon ausgehen, dass alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, wenngleich der neueste Streich von  Electronic-Darkwave-Mastermind Adrian Hates und seinen Mitstreitern Gaun:A (Gitarre, Bass & Gesang), Felix „Flex“ Gerlach (Gitarre & Gesang) und Dejan (Drums) eines ganz gewiss mitbringt: einen Haufen hochemotionale Hymnen.

Gekleckert wird dieser Tage bei DOD nämlich keineswegs, stattdessen geht der Opener „Made In Shame“ ebenso wie das nachfolgende „Epicon“ mächtig in die Vollen und „Epicon“ wird von bombastisch anmutenden Synthies getragen, die an dieser Stelle ihren Hörer vor allem auf den Düster-Dancefloor locken wollen. Im Vergleich dazu fällt der Titeltrack, der auf Deutsch vorgetragen wird, geradezu zurückhaltend und dabei nicht minder melancholisch aus, ehe „Perfect Halo“ mit dramatischen Kompositionen übernimmt, bevor das geigeninfizierte „Beast of Prey“ abermals in dunkler Schwermut versinkt, bevor der Electro-Smasher „Listen And Scream“ abermals auf die Tanzfläche bittet, um im Anschluss mit „Traces of Light“ druckvoll nach vorn zu schreiten, während „Mercy Me“ deutlich verspielter daherkommt. Meine Favoriten auf „Eden In Hell“ sind jedoch die Songs, die etwas weniger pompös wirken, etwa das vielschichtige „Bird of Passage“ und der straighte Dancefloor-Filler „Sister Sin“, wohingegen „Nevermore“ für meinen Geschmack etwas zu dick aufträgt und etwas Substanz vermissen lässt. Die finale Ballade „Hiding Rivers“ zieht dann noch einmal sämtliche Streicher-Register und begeistert bereits mitsamt Video als Single-Auskopplung die zahlreichen Fans.

Die dürfen sich zudem über eine ganz besondere Aufmachung des Digipaks freuen, denn ein Booklet in der bekannten Form gibt es nicht, stattdessen fungiert ein Schuber als Verpackung für ein aufwendiges Papp-Leporello, das man Seite um Seite aufklappt, bis man schließlich auf die CD stößt. Zwei Jahre nach der letzten Langrille „Grau im Licht“ gibt es also nicht nur energiegeladene und bombastische Töne wie nie zuvor in den vergangenen 23 Jahren seit der Veröffentlichung des Debüts „Cholymelan (Dion Fortune)“ zu hören, auch fürs Auge halten DIARY OF DREAMS einiges parat, wozu natürlich auch eine ausführliche Tour zählt, die Mitte Oktober beginnt.

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