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DIE HAPPY - No nuts no glory

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Artist DIE HAPPY
Title No nuts no glory
Homepage DIE HAPPY
Label GUN/ SONYBMG
Veröffentlichung 13.10.2006
Leserbewertung
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5.0/10 (5 Bewertungen)

DIE HAPPY sind mit neuem Material am Start und verkünden knapp 14 Monate nach ihrem letzten Output „Bitter to better“ eine Trendwende in ihrer Bandgeschichte: Weg vom Mainstream- hin zum Retro-Rock heißt die neue Divise. Diese Eingebung überkam die Band als sie eigentlich schon genügend anderes Material für ein neues Album zusammen hatte und – zack – wurde dieses verworfen. „Neben unserem Debüt (…) bedeutet uns „No nuts no glory“ am meisten – diese Scheibe ist die emotionalste und authentischste unserer bisherigen Karriere“ lässt Bassist Ralph Rieker verlauten und klebt damit quasi das „Ramschtisch-Nice-Price-Etikett“ auf die letzten drei Studioalben. Von einer Reduzierung aufs Wesentliche ist weiterhin die Rede und das scheint sich in jedem Fall auch aufs Cover zu beziehen, das jeder Halbwüchsige wohl in einer halben Stunde am heimischen Computer zusammen gefrickelt hätte.

12 Songs stehen für die stilistische Neuausrichtung, der Opener „Addicitive“ jedoch ist zwar in der Tat weit weniger poppiger als gewohnt, hätte sich aber durchaus auch auf dem letzten Album wohl gefühlt. „Wanna be your girl“ schlägt da schon eher ein neues Kapitel auf. Hier passt das Attribut „Retro-Rock“, die eher gesprochenen als gesungenen Strophen können mich jedoch nicht so begeistern. „Hello“ passt auch nicht in den bisherigen Kontext, kann mit einem äußerst poppigem Refrain und dem „netten“ Einfall, Passagen auf Französisch zu singen aber auch nicht bei mir punkten. Dann doch lieber „None of your business“ oder „Attitude“, die schön rau und rotzig rüberkommen und sich gut ins stets energetische Live-Set integrieren werden. Bei „Cherry girl“ drücke ich bei jedem Hördurchgang gleich die Skip-Taste, irgendwas ist an der Nummer peinlich – ich glaube der Text. „The ordinary song“ ist flockig-leicht mit Sixties-Flair, gefolgt von „Whatever“, einer etwas schwachbrüstigen Halbballade, das haben die Vier auch schon mitreißender hinbekommen. „Your cry“ besitzt auch eher Füllcharakter, ehe mich „Extraordinary me“ wieder begeistern kann: Hier kommt wirklich dieses Ungeschliffene durch, das ich seit ihrem Debüt „Supersonic Speed“ von 2001 vermisse. Die Art wie Martha bei „Gimme gimme“ ihre Stimme hochzieht, verleidet mir leider ein ansonsten gelungenes Rockstück. Das Album endet mit der Ballade „Black painted heaven“, die etwas unentschlossen knapp an großen Momenten vorbeiwabert.

Hier und da geht der Entschluss, alle Songs live aufzunehmen durchaus auf, offenbart jedoch auch Schwächen, über die früher Programmierung und Produktion hinweggeholfen haben. Die große Euphorie der Band für ihr neues Oeuvre kann ich daher nicht uneingeschränkt teilen. Bei allem Gewese um eine neue Philosophie präsentiert sich vieles doch recht vordergründig, vorhersehbar und durchschnittlich. Große Hits und der übliche Mitgrölgestus bleiben auf der Strecke. Anders heißt halt nicht zwangsläufig besser. So kann ich der bisherigen Fanschar nicht zum Blind-Kauf raten – besser erst mal anchecken!

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