Terrorverlag > Blog > DIE KRUPPS > Stahlwerksynfonie (2-CD) (Re-Release)

Band Filter

DIE KRUPPS - Stahlwerksynfonie (2-CD) (Re-Release)

VN:F [1.9.22_1171]
Die-Krupps-Stahlwerksynfonie.jpg
Artist DIE KRUPPS
Title Stahlwerksynfonie (2-CD) (Re-Release)
Homepage DIE KRUPPS
Label SYNTHETIC SYMPHONY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

DIE KRUPPS überraschen in diesem Jahr ihre Anhängerschaft immens, releasten sie beispielsweise erst kürzlich ihr neues Minialbum „Als wären wir für immer“. Nun erscheint mit dem Re-Release von „Stahlwerksynfonie“ ein weiterer Clou der Industrial Metal-Ikonen. Die Coverartwork der Doppel CD gleicht dabei dem 81er Original. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass dem ohnehin „gigantischen“ Werk ein weiterer Tonträger beiliegt: „Live in Krefeld, June 6, 1981“. Das beiliegende Cover lässt Erinnerungen an alte Tage aufkommen, worüber sich besonders die Fans der ersten Stunde amüsieren dürften.

Musikalisch bietet uns CD 1 drei Songs mit eine Spiellänge von insgesamt rund 52 Minuten. Psychedelisch sorgen diese Tracks mit Saxophon, Schlagzeug, ekstatischen Gitarrentönen und gekonnt gesetzten industriellen Klängen in minimalistischer Weise auch noch heute für ein Hörvergnügen der besonderen Art. Wer es kennt, wird es noch immer lieben und wer noch nicht in den Genuss gekommen ist, wird hier nicht den typischen späteren „KRUPPS-Sound“ finden, dafür aber ein Meisterwerk musikalischen Schaffens.

CD 2 entführt uns auch live in die Anfänge der 80er Jahre. Hier findet man Aufnahmen, welche in Punkto Qualität im wahrsten Sinne des Wortes gealtert sind und eher an schlechte Proberaumaufnahmen erinnern. Keine Ahnung, wer auf diese „Bonus-Idee“ gekommen ist, bietet sie den heutzutage verwöhnten Ohren nicht mal ansatzweise gewohnten Standard. Aber sehen wir doch einmal von der „Low Fidelity“ ab und schließen einfach die Augen. Na? Auch im Club der frühen 80er angekommen? Neben mir tanzen und bewegen sich Alt und Jung, der eine mit Kippe und der andere mit Bierflasche in der Hand, manch einer oberkörperfrei, manch anderer mit geschlossenen Augen und den Kopf nach links und rechts bewegend – einfach vor sich hinschwelgend. Ich stelle mich in die Mitte des Geschehens und genieße für etwas mehr als eine halbe Stunde das experimentelle Szenario auf der Bühne. Die Jungs da oben machen vollkommen unbefangen ihr Ding und ziehen nicht nur mich damit in ihren Bann. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise „Wahre Arbeit, wahrer Lohn“ schon fast 30 Jahre alt ist und noch immer neue Fans hinzuzieht, dann haben DIE KRUPPS doch wohl alles richtig gemacht. Und so auch meines Erachtens mit diesem Re-Release. Auch wenn ich nicht DER Fan von solchen Neuauflagen bin, so muss ich eingestehen, dass ich bei dieser positiv überrascht bin.

Die „Stahlwerksynfonie“ setzte schon vor fast drei Jahrzehnten einen Meilenstein in der Musiklandschaft industrieller Klänge und sollte somit auch bei jedem Altfan im Plattenregal stehen. Da im Laufe der Zeit viele, viele Fans hinzugekommen sind, die mit Sicherheit die Originalplatte nicht ihr eigen nennen können, ist die Neuauflag eine Muss für Liebhaber. Allein schon aus dem Grund, dass die „Stahlwerksynfonie 2010“ als eine Art Almanach anzusehen ist. Grandios!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

DIE KRUPPS - Weitere Rezensionen

Mehr zu DIE KRUPPS