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DIGITAL FACTOR - Trialog

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Artist DIGITAL FACTOR
Title Trialog
Homepage DIGITAL FACTOR
Label BLACK RAIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Es gibt Momente, wo ich meinen „Job“ nicht mag, denn man hat durch eine gewisse Erziehung eigentlich gelernt, lieber nichts zu sagen als etwas Negatives, trotzdem ist man durch diese Tätigkeit gezwungen, seine Meinung kund zu tun, somit steckt man etwas in der Zwickmühle. Bei der Suche nach anderen Meinungen lese ich sehr vieles Positives über das neue Werk der „alten“ EBM-Herren von DIGITAL FACTOR, es wird sehr euphorisch aufgenommen, auch der Neuzugang Leonardo von Leibnitz kann als Gewinn angesehen werden, er bringt ganz neue Facetten ins Spiel. Mir wollen aber die vielen Lobgesänge nicht ganz einleuchten, ich kenne die Band seit ihrer ersten CD, sie waren halt immer recht ordentliche Musiker, die man wohlwollend zur Kenntnis nahm, daran hat sich bis heute nichts geändert, nun aber gibt es aber doch einige negative Aspekte.

So eine schlecht gemachte Partynummer wie „Links Rechts Links“ beispielsweise ist mir bis dato noch eher selten untergekommen, und eine Persiflage kann es auch nicht sein, da das Ganze nicht witzig ist. Dieser Song kann übrigens auch gut als Beispiel dienen, wie arg der „deutsche Akzent“ bei den englischen Texten auffällt, dieser „Makel“ wird sich wohl leider nicht mehr verbessern, aber nehmen wir es einfach mal als „Eigenart“ der Combo hin, so kennt man sie halt. Ich möchte aber nun zum „Kernproblem“ kommen, mich stört an der CD, dass sie altbacken und ein wenig langweilig rüberkommt, musikalische Elektro-Experimente mit Gitarren kennt man schon von Anfang der 90er, und das wirkt hier zudem auch noch halbherzig umgesetzt. Selbst da, wo keine Saiteninstrumente verwendet werden, klingt es ziemlich „old school“ im Sinne von veraltet, da ist es auch nicht hilfreich, wenn man teilweise extrem nach FRONT 242 oder artverwandten Bands klingt. Richtigen „Grip“ hat kaum ein Song, nur sehr wenig bleibt im Ohr hängen, der einzige gute Track ist in meinen Augen „Steam“, hier erkennt man eine eigene Handschrift.

Vielleicht haben alle anderen Rezensenten recht und „Trialog“ ist eine gute VÖ, die in diesem Fall nur auf den falschen Hörer getroffen ist, das kommt vor, deswegen bin ich auch nicht „stolz“ auf mich und meine Meinung, denn immerhin ist dies hier ein Kunstwerk, das viel Zeit und Mühen gekostet hat. Da sage ich einfach nur: „Kopf hoch, einen blöden Meckerkopf wie mich gibt’s überall!“

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