Terrorverlag > Blog > DIN [A] TOD > s/t (Demo)

Band Filter

DIN [A] TOD - s/t (Demo)

VN:F [1.9.22_1171]
Dinatod-Demo.jpg
Artist DIN [A] TOD
Title s/t (Demo)
Homepage DIN [A] TOD
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

2 wichtige Dinge haben die Hauptstädter DIN [A] TOD von Anfang an begriffen: Man muss Stil haben und man muss auffallen. Beides gelingt dem gemischtgeschlechtlichen Duo vorzüglich, ein leicht provokantes, natürlich pechschwarzes Artwork, eine gut gelungene/ informative Homepage und die Tatsache, dass Frau Fasold eine überaus aparte schwarze Witwe ist, all dies wird der Karriere sicher nicht schaden. Seit 2003 musizieren Sven und Claudia zusammen, nach einer bisher nicht übermäßig erfolgreichen musikalischen Vergangenheit. Jetzt aber scheint man den Nerv der Zeit getroffen zu haben, so konnte man bereits auf mehreren Samplern Präsenz zeigen, wie etwa dem „Goth is what you make it Vol.4“. Eine Sammlung der bisherigen Ergüsse präsentiert man nun den Rezensenten in Form dieser halbstündigen Demo-CD mit 6 Tracks, größtenteils in kürzester Zeit live aufgenommen.

Entgegen dem Cover – welches ein wenig auf Neofolk hindeutet – bekommt man nihilistische elektronische Tanzmusik serviert. Stark 80er orientiert drücken monotone Rhythmen mit reduzierten Keyboards mal aufs Gemüt und mal aufs Tanzbein. Der Opener ist nur eine Stilübung in Sachen Retroaktivismus, bevor es bei „D[e]adb[e]at“ die ersten synthetischen Melodietupfer zu hören gibt. Cold Wave, THE CURE, Post Punk, das alles kann man hier referenzieren und auch die alten SISTERS, was durch den tiefergelegten männlichen Gesang unterstützt wird, der zudem ein wenig WITTig klingt. Seltener darf auch Frau Fasold mal ein wenig vokalisieren oder lasziv herum stöhnen. Die Songs scheinen sich von Stück zu Stück zu steigern oder man wird immer mehr in den dunklen Sog hineingezogen, da muss ich mich nicht entscheiden. Auf jeden Fall für jede Old School Goth Disco geeignet, wenn die auch mal was neues spielen will. Dazu müsste man perfekt den „Einheitsschritt“ tanzen können.

Natürlich ist da noch Luft nach oben und eine bessere Produktion wäre auch denkbar, obwohl die vorhandene nicht unpassend erscheint. Aber alles in allem ein gelungenes erstes Lebenszeichen zweier Todeskünstler mit Charme. In der Hauptstadt ist noch nicht alles verloren, zurück in die Zukunft…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

DIN [A] TOD - Weitere Rezensionen

Mehr zu DIN [A] TOD