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DIRTY SOUND MAGNET - Western Lies

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DIRTY SOUND MAGNET
Artist DIRTY SOUND MAGNET
Title Western Lies
Homepage DIRTY SOUND MAGNET
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
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5.0/10 (2 Bewertungen)

Ursprünglich waren Maxime Cosandey (Drums), Stavros Dzodzos (Gitarre) und Marco Mottolini (Bass) aus Fribourg mal zu viert. Bis ihnen 2015 der Sänger von der Fahne ging. Da hieß es, sich nach zehn Jahren, zwei Platten und fast 200 Konzerten umzuorganisieren. Stavros, der eh schon immer die Texte geschrieben hatte, übernahm jetzt auch den Gesang und nachdem ein Jahr lang an neuen Songs gefeilt wurde, nahmen DIRTY SOUND MAGNET ihr sozusagen zweites Debüt „Western Lies“ in DIY-Manier im bandeigenen Studio-Proberaum auf.

Mit dem Neuanfang als Trio gaben die drei Eidgenossen ihrem Sound erst ein mal eine neue Überschrift, die da ‚Creative Rock’ lautet. Was sich dahinter verbirgt? Jede Menge psychedelische Gitarrensounds, Wahwahs, Phaser und Echos und mehrstimmige Gesänge. Wobei man auf letztere beim Opener „The Sophisticated Dark Ages (2007-Present)“ zunächst noch verzichtet. „Cash Cow Superstar“ setzte dann auch die Vocals in einen bluesrockigen Schrammelkontext, ehe „A Gutted Diva“ in psychedelische Frickel-Untiefen hinabsinkt und der „Homo Economicus“ temporeich wieder auftaucht. Mit „The White Man’s Burden“ hört man einen exotisch anmutenden Acapella-Gesang, auf den alsbald die schwurbeligen Klänge des Titeltracks „Western Lie“ folgen. „Eastern Flood“ lässt es zunächst einmal ruhig angehen, um dann zu spacigen Gefilden aufzubrechen, wo man auch die Stimme von „The White Man’s Burden“ erneut zu hören meint. Deutlich reduzierter kommt das akustische „My Dolly Bird“ ums Eck, während „Ecstasy of God“ zu einem wahren Psych-Rock-Rundumschlag ausholt, für den sich die Herrschaften auch gute zehn Minuten Zeit lassen. Derart warm gejamt, schließt sich das geheimnisvoll-abseitige „…And Then We Die“ an, um dank „The Poet And His Prophet“ wieder in handfestere Sphären zu gelangen. Bleibt noch „Merry People“ als energiegeladener Gruß aus den Seventies, um den bunten Reigen gekonnt zu beenden.

Wenn man in der Vergangenheit DIRTY SOUND MAGNET insbesondere mit LED ZEPPELIN in Verbindung gebracht hat, sind von diesen Wurzeln heute lediglich noch Fragmente vorhanden. Fast kann man sagen, dass die Schweizer auf „Western Lies“ von Lied zu Lied mutiger und vertrackter werden. Leicht machen sie es ihren Hörern damit nicht; es braucht schon ein paar Durchgänge um die aberwitzigen Facetten zu erkennen und lieben zu lernen. Spannend ist’s jedoch allemal.

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