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DISCO ENSEMBLE - Afterlife

VN:F [1.9.22_1171]
Disco Ensemble
Artist DISCO ENSEMBLE
Title Afterlife
Homepage DISCO ENSEMBLE
Label FULLSTEAM RECORDS
Veröffentlichung 27.01.2017
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Die vier Herrschaften des DISCO ENSEMBLEs sind mir zum ersten Mal 2007 auf einem Konzert im Münsteraner Triptychon untergekommen und ich war sogleich elektrisiert vom hochenergetischen, rohen Hardcore der Finnen. Daheim haben es fünf von sechs Platten der seit 1996 agierenden Kapelle in die Top Ten geschafft, hierzulande hielt sich der Ruhm bislang in Grenzen, wobei man auch sagen muss, dass es nach dem 2012er Longplayer „Warriors“ ziemlich still um Mikko Hakila (Drums), Miikka Koivisto (Vocals & Keys), Jussi Ylikoski (Gitarre) und Kasse Lindfors (Bass) war, weil die Jungs sich um diverse Solo-Projekte kümmerten, ehe sie nach dieser Bandpause für die Arbeiten an „Afterlife“ wieder zusammenfanden.

20 Jahre gehen an niemandem spurlos vorbei, auch wenn die Musiker immer noch so jung aussehen, dass sie kaum älter als zwölf gewesen sein können, als das DISCO ENSEMBLE geschlüpft ist. Zwischenzeitlich kündigte sich mit dem bereits erwähnten „Warriors“ ein gewisser Stilwechsel an, der mit dem jetzt erschienenen „Afterlife“ fortgesetzt wurde. Es geht weiterhin straight nach vorn, etwa mit dem Opener „Reality“, während die nachfolgende Hymne „Fight Forever“ jedoch in keyboardlastigen Punk-Pop-Gefilden unterwegs ist, wohingegen „Disappear“ im Anschluss wieder schnörkelloser zur Sache geht und der entschleunigte Titeltrack „Afterlife“ voll auf die Electro-Karte setzt. Romantisch angehauchter College-Rock steht derweil mit „Nothing More“ auf dem Programm, ehe „Das Boot“ Humor ins Spiel bringt. Schließlich wollen DISCO ENSEMBLE mit dem Song ALEX CHRISTENSENs Techno-Gassenhauer aus den Neunzigern ein ironisches Denkmal setzen. Eingängig übernimmt „Hardcore People“, bevor mein ruppiger Favorit „Face Down In A Fountain“ auf dem Programm steht. „Surround Me“ gefällt ebenfalls mit viel Drive und treibenden Synthieflächen; bei „Too Deep“ klingt der Sound abermals stark nach Highschool-Party und mit dem finalen „Midnight“ machen sich die Nordmannen in Richtung Pop auf.

Auf diese Weise kommt auf der Zielgeraden dann auch die viel beschworene finnische Schwermut noch einmal zum Tragen – allerdings in abgeschwächter und durchaus radiotauglicher Form. Überhaupt ist das DISCO ENSEMBLE deutlich mainstreaminger geworden und will nicht mehr mit aller Macht mit dem Kopf durch die Wand. Ich muss gestehen, dass mir das Quartett ungehobelt ein wenig besser gefallen hat, da auf den Platten einfach mehr Energie spürbar war. Ob’s live womöglich bei den Jungs inzwischen auch etwas ruhiger zugeht, kann man übrigens im März und April bei bundesweit zehn Gigs überprüfen.

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Disco Ensemble 'Afterlife' Tracklist
1. Reality Button MP3 bestellen
2. Fight forever Button MP3 bestellen
3. Disappear Button MP3 bestellen
4. Afterlife Button MP3 bestellen
5. Nothing more Button MP3 bestellen
6. Das Boot Button MP3 bestellen
7. Hardcore people Button MP3 bestellen
8. Face down in a fountain
9. Surround me
10. Too deep Button MP3 bestellen
11. Midnight
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