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DISKONNEKTED - Neon Night

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Artist DISKONNEKTED
Title Neon Night
Homepage DISKONNEKTED
Label ALFA MATRIX
Veröffentlichung 14.09.1998
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Und wer treibt hier sein Unwesen im Neonlicht? Es ist der Belgier Jan Dewulf, der den Nachfolger zum „Jesus Rave“, damals noch verlegt bei Dying Culture, vorlegt. Nun ist der gute Herr landesgemäß bei Alfa Matrix aufgeschlagen, wo er mit seiner Interpretation modernen Elektros wie Arsch auf Eimer passt. Dort hält man große Stücke auf das Projekt, Zitat Pressetext: „DISKONNEKTED… zeigt, was passiert wäre, wenn APOPTYGMA nicht die Gitarren ausgepackt hätten, sondern mit einem belgischen Produzenten wie z.B. Daniel B. von FRONT 242 zusammengearbeitet hätten.“ Große Worte, denen synthetische Taten folgen müssen…

Der Opener „Fact and Theory“ gibt den Takt vor: Treibender, tanzbarer und sphärischer Elektro verzaubert die Massen, der keinerlei Berührungsängste vor artfremden Genres hat. Immer wieder gibt es lange Instrumentalpassagen, die mit allerlei Trance-Elementen aufgepeppt werden. Das wirkt dann wahlweise hypnotisch oder auch mal chillig wie beim programmatisch betitelten „Be Cool“. Hier wird übrigens auch immer wieder das entsprechende Sample aus „Pulp Fiction“ abgespult. Stimmlich hält sich der gute Herr dezent im Hintergrund, die Vocals wurden nämlich leicht in den Hintergrund gemischt. Kein schlechter Schachzug, denn eine absolute Koryphäe ist er in diesem Bereich nicht. So wirken die eher dahin gehauchten Worte dann auch wie ein weiteres Instrument. Zur Abwechslung komplettiert hier und da eine Dame auf gelungene Art und Weise den Sprachkosmos von DISKONNEKTED. Aber da wäre auch noch ein richtiger Szene-Hero im Angebot: Johan Van Roy sorgt mit seinen aggressiven Tönen bei „Religion“ für den härtesten Track im Sortiment, auch thematisch wird hier wieder kein Blatt vor den Mund genommen. Das darauffolgende „Danger“ behält mit leichten Harsh Electro Anleihen die etwas härtere Gangart noch ein wenig aufrecht, bevor „Meeting Falkor“ wie eine Art Soundtrack fast ausschließlich mit Movie Samples unterhält. Den absoluten Knaller „Atlantis“ aber hat man sich bis zum Ende aufgehoben, der vom Septic 5-Sampler bekannte Song verbindet gar mühelos Melancholie, Pop Appeal und hypnotische Ausstrahlung miteinander.

Wie von AM gewohnt gibt es auch eine Limited Edition, welche als zusätzlichen Kaufanreiz die CD „The Hangover“ bietet – Weitere 12 Tracks, darunter Remixes, Edit und akustische Versionen. Fernab von stupider Stampfmusik aber auch „Synthie Poppiger“ Einfallslosigkeit ein modernes Elektro-Album, welches bei entsprechender Promotion sicher auch szeneübergreifend Anklang finden wird. Gelungen, nur kommerziell wird man dann wohl doch APOP den Vortritt lassen müssen…

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Blue Knights 'Neon Night' Tracklist
1. Neon-Green
2. Ocean Cafä
3. Kitt'n Jazz
4. When Love Falls
5. Dee Dee In Detroit
6. Blue Paradise
7. Urban Children
8. Beautiful Carmel
9. Stiletto Baby
10. Sunset Beach
11. Catwalk On Top
12. Knight Moves «98
13. Coda California
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