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DIVINUS - Nine Ways to Rome

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Artist DIVINUS
Title Nine Ways to Rome
Homepage DIVINUS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die fein aufgemachte Eigenproduktion der Kaiserslauterer DIVINUS erinnert musikalisch ein ums andere Mal an die glorreiche zweite Welle deutschen Melodic Metals Ende der 80er mit solchen Kult-Combos wie ANGEL DUST/ LIAR/ HEAVEN’S GATE und wie sie alle hießen. Soundtechnisch brät man allerdings voll fett in der Neuzeit und trotz Home-Recording tönt das alles sehr amtlich. Somit haben wir auch eine frappierende Nähe zu den Melo-Skandinaviern, deren mittlerweile schwer nervende Dudelei man zum Glück nicht übernommen hat!

Der fixe Opener “You Poison the Air we Breathe” erinnert mit seinem leicht melancholischen Anstrich an die ehedem göttlichen DEPRESSIVE AGE (DAS wär mal ne Reunion!). Das eher ruhige und Stakkato-Riffende “World of Tomorrow” überzeugt dagegen dann nicht so recht, da hätte man eine reine Ballade draus stricken sollen. So wirkt der Song etwas zerpflückt. Danach zündet man dafür mit “Forever Lost (Retold)” eine im Beginn bös modern riffende Vollgranate, die recht episch fortgeführt und mit geil-operesken female Vocals verfeinert wird! Zudem gibt es von der Dame noch ein bisschen Violine und von 2 weiteren Gastmusikern cooles Marimba-Spiel (ein Bruder des Xylophons). Feiner Track. “Sphere of Crime” könnte auch fast auf einem PARADISE LOST-Werk einen Platz finden, während man mit dem deutsch gesungenen “Wunder” inkl. pathetischer Vocals derb ins CREMATORY-Klo greift. Das Riff ist aber eigentlich gut… Mit “Every Darkness” und dem epischen 9-minüter “Into my Paradise” hat man auch im zweiten Streckenabschnitt noch geile Tracks am Start. Als Bonus-Track (zu was???) gibt es noch das enorm hart riffende “Woodpeck Paranoia”, welches auf jeden Fall besser ist als so manch anderer Track vorher!

Insgesamt also für Schnittmengenfans obiger illustrer Bands eine feine Angelegenheit. Da sollte doch mal bald ein Label zugreifen…

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