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DOPE STARS INC. - 10.000 Watts of artificial Pleasures

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Artist DOPE STARS INC.
Title 10.000 Watts of artificial Pleasures
Homepage DOPE STARS INC.
Label EIGENPRODUKTION
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Don’t believe the Hype? Im Falle dieser neuen Supergroup aus Italy ist es schwer, locker zu bleiben, zu erdrückend sind die Vorschlusslorbeeren. Sämtliche Magazine feiern das Quartett ab: Demo des Monats, „große Hoffnung“ bla bla. Und man muss zugeben, dass es hier für eine Eigenproduktion äußerst professionell zugeht. CD, Verpackung, Produktion und vor allem die Internetseite geben keinen Anlass zur Kritik. Außer vielleicht, dass hier alles gewollt auf „hip“ getrimmt wurde, dass die Jungs in ihrem Selbstbewusstsein geradezu baden. Kurz zur History: Angeblich trafen sich Darin und Grace Khold (?!) das erste mal in Helsinki, wo man erkannte, dass ein musikalisches Puzzleteil ins andere griff. Zurück in Italien nannte man sich DEAD GIRLS CORP., musste den Namen aber wegen einer gleichlautenden anderen Combo aus USA in den nun bekannten ändern. Zudem stießen zwei weitere schillernde Figuren zum Line Up, von denen Victor Love (!!!) ebenfalls bei den Gothic Poppern MY SIXTH SHADOW aktiv ist, er brachte den Sound der Band auf ein neues Level.

Auf dem nun vorliegenden ersten klanglichen Lebenszeichen befinden sich 6 Tracks mit einer Spielzeit von knapp 30 Minuten. Elektro/ Cyber/ Metal ist das Schlagwort, also die Mischung von Elektronika und Gitarrenriffs. Fürwahr keine Innovation, musiziert man doch im Fahrwasser der DEATHSTARS, THE KOVENANT oder dem GOTHMINISTER, natürlich gibt es auch ein paar MANSON-Anklänge, die aber in dem Genre wohl unvermeidlich sind. Die Songs fallen allesamt treibend und tanzbar aus und ergeben dabei im Endergebnis mehr als die Summe der Teile. Denn die Riffs sind nicht besonders einfallsreich und produktionstechnisch eher hintergründig, die Keyboardsequenzen würden einer reinen Elektro Band nicht besonders zur Ehre gereichen. Aber zusammengemischt ergibt das einen poppig kitschigen Gothic Charme, den man kaum leugnen kann, da stecken einige 80er Jahre drin! Und zwar in Richtung PET SHOP BOYS wie MÖTLEY CRÜE, besonders was die Kaltschnäuzigkeit angeht. Das Titelstück überzeugt besonders mit einem interessanten Hook, die anderen Eigenkompositionen bleiben auf einem gutklassigen Level. Dazu kommt noch das Cover eines BILLY IDOL-Stücks und… dieses mal ist es nicht „White Wedding“ – Puh, Glück gehabt! „Shock to the System“ klingt passend und unverbraucht.

Es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn diese modischen südländischen Herren nicht bald einen Plattenvertrag in der Tasche hätten. Gute Musik und hervorragendes Marketing ergeben ein sehr ansprechendes Produkt. Machen Sie sich selbst ein Bild, auf der Website gibt es einige Downloads, z.B. auch 2 Remixe vom schon gelobten Titelsong. The Hype is ripe…

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