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ECHO WEST - Echoes of the West

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Artist ECHO WEST
Title Echoes of the West
Homepage ECHO WEST
Label DARK VINYL RECORDS
Leserbewertung
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6.6/10 (5 Bewertungen)

Nun halte ich also die neue Scheibe des Dortmunder Minimal Pop Projekts ECHO WEST in meinen Händen – gespannt auf das Kommende lege ich die CD ein und bin erfreut, aber auch überrascht: Von der Qualität der Musik ist nichts verloren gegangen, doch das, was ECHO WEST auf dieser Platte vertont haben, klingt düsterer als die “Some Thought Us Dead”-Elaborate.

Dass das durchaus positiv zu werten ist, merkt man nach jedem weiteren Durchlauf. Entwicklungen schaden meistens nicht, so ist es auch bei ECHO WEST. Sehr poppig fällt das Album nicht aus, dafür bietet es aber wie auch auf dem Vorgänger Musik, die eingängig ist und zusätzlich zum Nachdenken und Träumen anregt. EW zeigen sich hier also von ihrer “tiefsinnigeren” Seite, der spaßige Pop wird im Keller eingeschlossen. Dennoch besitzt jedes Lied für sich durchaus Ohrwurmcharakter. Das Intro mit gleichnamigem Titel zum Album zeichnet sich durch Ambienteinflüsse aus, jedoch wird man dem Ganzen, trotz ambienttypischer Monotonie, nicht überdrüssig. Der Song weiß durch, ich nenne es mal Industrial/ Noise-Elemente, zu überzeugen und fällt sehr bedrohlich aus. Der darauf folgende Track ist wieder getreu dem Minimal/ Angst Pop Prinzip umgesetzt, aber recht schleppend und sphärisch. Diese beiden Lieer kann man beispielhaft für den gesamten Verlauf des Albums nennen.

Mal baut man eher auf ruhigere, sehr gefühlvolle und stimmungsgeladene Ambient- sowie Soundcollagenartige Stücke, dann gibt man dem Ganzen wieder mehr poppigen Charakter im Musikgerüst. Dennoch bedient man sich innerhalb dieses Spektrums einer kreativen Vielfalt, die nur von Qualität zeugen kann! Der Song “Love Under Life (An Adverse Birth)” klingt z.B. recht sakral. “Eletheia Eleison” hat mich sogar etwas an die Band ARCANA erinnert, was sehr zu gefallen weiß. Wenn man auf der Suche nach einer ECHO WESTschen “Hymne” ist, dann wählt man hierfür sicherlich den Track “Stranger Town”. Dieser setzt sich sofort im Ohr fest und vereint gekonnt eine trübe düstere Stimmung, gepaart mit Hoffnungslosigkeit und einer recht lockeren Melodie nebst nettem Text!

Dieses Album ist jedem eiligst ans Herz zu legen, der auf der Suche nach kreativem, sphärischem Synthiesound ist. Ob zum Träumen, Cruisen, Meditieren (ja, auch das), oder einfach beim „in-der-Stadt-rumlaufen“ die Welt mit anderen Augen zu sehen – Alles ist mit dieser CD möglich… Ich kann „Echoes of the West“ von daher ruhigen Gewissens als rundum gelungenes Klangerlebnis bezeichnen und wünsche viel Spaß beim bewusstseinserweiternden Eindrücke sammeln, ganz ohne chemische Hilfsmittel…

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