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EDGE OF THORNS - Ravenland

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Edge_of_Thorns.jpg
Artist EDGE OF THORNS
Title Ravenland
Homepage EDGE OF THORNS
Label TWILIGHT VERTRIEB
Veröffentlichung 10.09.2007
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

Es gibt Regeln, an die sich scheinbar jeder halten muss. Bis einer kommt, der die goldenen Grundsätze einfach ignoriert und die Dinge aus seiner ganz eigenen Sicht neu definiert. In letztere Kategorie gehören EDGE OF THORNS, denn daran, dass sie eine grundlegende Regel des PowerMetal-Genres gebrochen haben, besteht nun wirklich kein Zweifel: Schuldig oder unschuldig – diese Frage stellt sich erst gar nicht.

Dabei ist nicht einmal die Band als Kollektiv eines Vergehens zu bezichtigen, sondern vielmehr Frontmann Dirk Schmitt. Statt sich mit seiner Stimme höher zu katapultieren als Sergej Bubka oder eine spontane gesangliche Geschlechtumwandlung zu versuchen, bleibt sein Beitrag stets in den warmen mittleren Registern, ist sein Ton zwar heiser-angerissen, doch niemals hyperventilierend-nervös und zudem völlig frei von Vibrato – zwischen Schmitt und Bruce Dickinson liegen mindestens zwei Oktaven! Damit haben EDGE OF THORNS direkt zu Anfang eines der erkennbarsten Elemente eliminiert, anhand dessen man sie hätte einordnen können und werden all diejenigen verstören, die Fortschritt als Fluch sehen und gerne im Purismus Halt suchen. Für offene Geister jedoch kommt dieser kleine Spritzer mehr Virilität gerade recht, denn singen kann dieser Mann und was seine Stimmbänder an Pathos vermissen lassen, fangen die meisterlich und erfrischend kaltschnäuzig aufspielenden Instrumentalisten, sowie die mitreißenden Songs locker auf. In dem Titelstück gelingt ihnen eine treffsichere Hymne mit der richtigen Dosis Gefühl und zu „Riders of the Storm“ mag Jim Morrison den Kopf schütteln, doch Fans von PRIMAL FEAR die Matte schwenken. Ungekünstelten, perfekten Satzgesang gibt es in jedem Stück, am prägnantesten kommt er jedoch in der abschließenden Akustik-Ballade „A rose for the dead“ zur Geltung, die Schmitt alleine zur Gitarre bringt, bevor sich kurz vor Schluss noch sanfte Keyboardklänge hinzugesellen und das Album zu einem beinahe mystischen Ende führen.

Wer kann ihnen nach soviel Qualität noch böse sein? „Ravenland“ will ja auch gar keine Revolution anzetteln, sondern lediglich einen zweiten Weg aufzeigen, eine Welt abseits ausgetretener Pfade. Man darf gespannt darauf sein, wie viele ihnen dorthin folgen werden.

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Edge of Thorns 'Ravenland' Tracklist
1. Dark magician
2. Lost
3. Mirror of dreams
4. Riders of the storm
5. Signs on the wall
6. Ravenland
7. Shadow king
8. Revelation
9. Arose for the dead
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