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EELS - The Deconstruction

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Eels2
Artist EELS
Title The Deconstruction
Homepage EELS
Label E WORKS RECORDS
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Die Musik der 1995 gegründeten Band EELS zu beschreiben, ist nicht ganz einfach. Das liegt daran, dass die Songs von Mastermind Mark Oliver Everett alias „E“ entsprechend seines Gemütszustands sehr unterschiedlich ausfallen. Die große Überschrift lautet zweifellos „Alternative Rock“ und wenn das Ganze dann auch noch den Zusatz „melancholisch“ bekommt, liegt man beim zwölften Studioalbum „The Deconstruction“ ähnlich wie bei den letzten Platten nicht wirklich verkehrt.

So knüpft der eröffnende Titeltrack „The Deconstruction“ ziemlich nahtlos an den 2014er Vorgänger „The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett“ an. Sanft perlend dringen die Streicher und Synthies an des Hörers Ohr, ehe das nachfolgende „Bone Dry“ mit mehr Drive auf den Dancefloor lockt. Im Nachgang gibt es mit „The Quandary“ ein kleines Instrumentalintermezzo zu hören. Ähnliches erwartet den Indie-Nerd auch mit „Coming Back“ und „The Unanswerable“, während „Premonition“ leise, nachdenkliche Töne anschlägt und „Rusty Pipes“ betörende Seventies-West-Coast-Leichtigkeit verströmt. Derweil haftet dem orchestralen „The Epiphany“ etwas Cineastisches an, wohingegen das muntere „Today Is The Day“ mit viel Verve gute Laune verbreitet. Der Film-Soundtrack-Eindruck wird unterdessen vom sich anschließenden „Sweet Scorched Earth“ manifestiert. Zur wundervollen Song-Miniatur ist „Be Hurt“ geraten, auf die mit dem extrem rhythmusbetonten „You Are The Shining Light“ eine mächtig groovende Sixites-Nummer folgt, die unweigerlich auf die Hüften geht. Nach diesem geradezu eruptiven Track, zeigt sich der ewig heisere Mr. Everett auf der Zielgeraden mit dem Piano-Stück „There I Said It“ ebenso gefühlsbetont wie mit dem finalen „In Our Cathedral“.

„The Deconstruction“ bedient zweifellos die bekannt-beliebten EELS-Trademarks, sprich: Gitarren, Samples, hier und da ein bisschen Noise und ein gerüttelt Maß an Seelenpein dürfen unmöglich fehlen. Zudem versteht sich der gute Mark Oliver auf diese musikalische Darreichungsform ganz hervorragend, sodass zwar die fundamentalen Fragen des Lebens wieder nicht beantwortet werden können, dieser Umstand aber irgendwie auch gar nicht so schlimm ist.

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