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ELENA - Shit vergangener Tage

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Elena
Artist ELENA
Title Shit vergangener Tage
Homepage ELENA
Label RECORD JET
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Es kommt ganz bestimmt nicht von ungefähr, dass es auf dem zweiten, selbst produzierten Album von ELENA einen Song gibt, der da „Schwester von” heißt. Auch der Umstand, dass sie sich nur mit ihrem Vornamen ins Rampenlicht stellt, hat seinen Grund, denn ihr Bruder ist der bekannte Geiger David Garrett und da ist es wohl nicht ganz verkehrt, wenn man sich ein wenig abgrenzt. Zumal die Musik auf „Shit vergangener Tage“ wenig mit dem Gefiedel der Verwandtschaft zu tun hat.

Trap Jazz, Nerdy Soul und Rap-etry nennt ELENA ihren Sound und auch wenn sie sicherlich die familieneigene Musikalität geerbt, Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ war und Jazz studiert hat, kann die Dame, die Moog Bass, Ukulele und Schlagzeug spielt und in Hamburg nebenher Gesang unterrichtet und als Chorleiterin arbeitet, mich mit ihrer Musik nicht so recht packen. Ich erkenne das Talent und zweifellos überzeugt „Wut im Bauch“ mit einem klugen Text, aber zu ihrer klaviergetragenen HipHop-Variante finde ich beim besten Willen keinen Zugang. Auch die Kombi aus Jazz und Rap (vgl. das Duett „Ooh! (Eines Tages)“ mit Luis Baltes von 5 STERNE DELUXE) findet trotz aller Versuche keinen Weg in meine Gehörgänge. Dann kann ich mich schon eher mit dem sacht groovenden Titeltrack „Shit vergangener Tage“ anfreunden, der auch in einer angesagten Bar zur blauen Stunde laufen könnte.

Aber ich bin ja wahrlich nicht das Maß aller Dinge und ihre Live-Qualitäten hat ELENA anderen in diesem Jahr bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Als sie am 21. April in der Kieler Sparkassen-Arena bei einem spontanen Gastauftritt im Rahmen der Tour ihres Bruders ihre eigenen Songs spielt, gerät der Auftritt allein am Piano zu einem solchen Highlight, dass der Veranstalter sie tags drauf für alle restlichen Tourkonzerte engagiert. Und am Ende entlockt sie auch mir ein Lächeln, wenn sie im bereits erwähnten „Schwester von“ singt: „Sag mal, ist das nicht die Schwester von David Guetta…“.

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