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ELOY - The Tides Return Forever (Re-Release)

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Artist ELOY
Title The Tides Return Forever (Re-Release)
Homepage ELOY
Label ASR/ SOULFOOD
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

In einer remasterten Fassung bringen die Hardrocker ELOY aus Hannover ihr 1994 erschienenes Album „The Tides Return Forever“ erneut auf den Markt. Als Bonus ist der Titeltrack in einer 2011 neu gemischten Version auf dem Silberling. 1969 vom Gitarristen Frank Bornemann gegründet und von dem utopischen Roman „Die Zeitmaschine“ von H. G. Wells inspiriert, reihte sich die Band in ein Genre der Rockmusik ein, das von der elektronischen Orgel gravierend mitgestaltet wurde. Ähnlichkeiten mit der Musik von PINK FLOYD, EMERSON LAKE AND PALMER, GENESIS oder Jon Lord (DEEP PURPLE) sind unverkennbar. Der absolute Wille, nicht als Coverband zu gelten und nur eigene Kompositionen zu spielen, schaffte die Herausarbeitung ganz eigener Klangwelten. Ihre Musik fand Gehör bei Phillips und sie bekamen bereits 1971 einen Plattenvertrag. Es war die Hoch-Zeit des niedersächsischen Rocks, der neben ELOY von Formationen wie JANE und SCORPIONS geprägt wurde.

Das vorliegende Album, das 25 Jahre nach Bandgründung herauskam, zeigt leichte Einflüsse der 1980er Jahre. Dadurch wirken manche Balladen besonders modern und passen sich ganz leicht dem heutigen Hörgeschmack an („The Day Of Crimson Skies“). Aber auch die schnelleren Titel wie „Generation Of Innocence“ und „Fatal Illusions“ halten mit und bringen ein Gefühl von STING ins Ohr, ergänzt von langen, verträumten, wunderschönen Orgelsequenzen. Klassisch und ungeheuer voluminös wird „Company Of Angels“ dargeboten. Während die Strophen noch mit einem kleinen Glöckchen gesungen werden, dringt sich der Chor der Engel (120 Stimmen) mit großer Kraft beim Refrain in den Vordergrund. Dieser Track könnte sogar fast dem Mittelalterrock zugeordnet werden, denn beim Lauschen der Choräle kann das (innere) Auge über die Schlachtfelder streifen. Letztendlich behandelt er in seinem Text die Thematik um Jeanne d‘Arc. Fast zehn Minuten lang kann man sich seinen Klängen hingeben. Fünfundfünfzig Minuten satte und sanfte Klänge in einem ständigen Wechsel, mit langanhaltenden, den Balladen angepassten Shouts, mit spitzen Gitarren- und Orgelklängen und einem hervorragenden Gesang.

Das in den Schallplattenläden totgesagte und aus den Katalogseiten verbannte Album erlebt gerade seine Auferstehung und ist es wert, von vielen Fans und Nicht-Fans gehört zu werden.

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