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EMPIRE DROWNS - s/t

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Artist EMPIRE DROWNS
Title s/t
Homepage EMPIRE DROWNS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Eine kurzweilige 3-Track-EP ist das erste Lebenszeichen der jüngst gegründeten Kopenhagener EMPIRE DROWNS, deren drei Mitglieder – den einzig für die Aufnahmen geliehenen Drummer ausgenommen – zuvor bei anderen Dänischen Kapellen wie WITHERING SURFACE oder AURORA teils seit Mitte der 90er zum aktiven Kader zählten. Einen entsprechend reifen Eindruck macht das in grauen Gothic-Dunstschwaden hängende neue Projekt im Laufe dieser quantitativ mageren Präsentation des Schaffens.

Die verfügbaren zwölf Minuten könnten durchaus als Album-Fragment durchgehen, denn, wie gesagt, die Fähigkeiten im kompositorischen Sektor sind klar im freudig grünen Bereich, obgleich sich die Stimmung natürlich einheitlich düster verhüllt. Brüsker, verzweifelt lechzender und doch konstant melodischer Gesang zieht einen hellen Faden durch die schwermütig riffende, mysteriös elektronisch untermalte Düsternis, die im doomig angehauchten Opener „Crawl“ eine aus den genannten Bestandteilen resultierende, völlig beabsichtigte Affinität zu popigen Aufhängern darlegt. Auch die leicht metallischer gestaltete Restzeit weist neben der ohnehin stampfenden Rhythmik unterstützendes Double Bass Geratter und gesangslose Ruhepausen beim zweiten Stück „Abundance“ auf, so dass das ebenso solide abschließende „Sharpen My Teeth“ die zu Beginn eingeschlagen Weg, der Richtung Gothic Rock und Metal diverse Male an PARADISE LOST vorbeiführt, haargenau beibehält. Man könnte den Dänen diesen deutlichen Mangel an Abwechslung nun verübeln, oder aber gütigerweise in Anbetracht der Tatsache, dass die neue Zusammenkunft gerade erst die Testphase durchläuft, ein Äuglein zu drücken. Auf Albumlänge wird man sich sicherlich anders arrangieren müssen, aber der vorliegende erste Gehversuch lässt zumindest keine Zweifel daran, dass man diese mit solide komponierten, gefälligen Stücken füllen kann. Produktionstechnisch gehen EMPIRE DROWNS ebenso gut ans Werke.

Mit der kühlen Stimmung immerzu im Vordergrund sind die nicht durch eingängige Refrains abgeschreckten Gothic-Freunde sicherlich gut beraten, die Entwicklung des Gespanns sollte man zumindest beiläufig auf dem Schirm haben. Noch ein wenig Anstrengung mehr, und der Zukunft kann trotz düst’rer Stimmung optimistisch entgegen gesehen werden.

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