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ENDSTILLE - Navigator

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Endstille-Navigator.jpg
Artist ENDSTILLE
Title Navigator
Homepage ENDSTILLE
Label TWILIGHT
Veröffentlichung 01.08.2005
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Kaum eine andere deutsche Black Metal Band konnte in den letzten Monaten dermaßen auf sich aufmerksam machen. Überall sieht man (vor allem junge) Fans mit Bandshirts, die Combo selbst absolvierte einige furiose Live-Gigs, und vor allem tauchen immer wieder Berichte auf, die der Band einen rechten Hintergrund andichten wollen. Dass dies ziemlicher Schwachsinn ist, sollte nun langsam mal klar sein. True Black Metal provoziert nun mal, vor allem wenn man mit militärischem Image auftritt und im Booklet Kriegs-Bilder abdruckt.

Nun aber zu den wichtigen Themen, nämlich der Musik. Und da machen die Kieler wie gewohnt keine Gefangenen. Black Metal wie er sein muss, schallt hier aus den Boxen: kalte etwas schrebblige Riffs, treibendes Drumming und eine richtig derb fiese Stimme. Dabei schaffen es ENDSTILLE in ihrem sich selbst gegebenen Rahmen, noch ordentlich für Abwechslung zu sorgen. So gibt es die ultrabrutalen Vorschlaghammer der Marke “Above the Vault of Heaven” oder “Monotonous II”, wo alles in Grund und Boden geprügelt wird. MARDUK lassen grüßen. Doch dann gibt es auch Songs wie “I bless you… God” oder auch “Bastard”, die trotz aller Härte einen gewissen Groove zulassen und so zu astreinen Live-Mosh-Abrissbirnen werden. Mit das Highlight ist (natürlich) das Titelstück. Auch hier kommen einem MARDUK in den Sinn. Nach dem gelungen Drum-Einstieg gibt Iblis durch das Schreien des Songtitels den Startschuss zu einem furiosen Black Metal-Knaller, der bei den Konzerten so ziemlich jeden zum Ausrasten bringen sollte. Vor allem die kurzen Breaks, bei denen der Schädel kurz innehält, um dann gleich von der nächsten Salve zum bangen gebracht zu werden, bleiben im Hirn hängen, und genau dahin wird einem auch immer wieder der Songtitel hineingebrannt. Klassisches, aber großes Black Metal-Kino!

Eindrucksvoll ist auch das 6 minütige Ende “Endstille (Leichnam)” geworden. Komplett unterschiedlich zum Rest des Albums geht man hier mit sehr schleppenden Riffs zu Werke, die vom Sound her sehr an MAYHEM zu “Mysteriis…”-Zeiten erinnern. Dazu gurgeln die Vocals tief im Hintergrund. Eine gelungen-kranke Abschluss-Hymne. Soviel Atmosphäre und brachialer Sound benötigt natürlich einen anständigen Sound. Den hat “Navigator” absolut bekommen, wobei mir der Drumsound teilweise nicht so gut gefällt. vor allem bei den Knüppel-Passagen dengelt die Snare etwas schräg durchs Gebälk. Gut ENDSTILLE sind Vertreter einer „Initiative gegen die Nutzung von Triggern“, doch ein etwas besserer Snare-Sound sollte doch trotzdem drin sein.

So wird “Navigator” ein absolutes Highlight in Sachen “True Black Metal”. Klar, an die Meilensteine der frühen 90er kommt nix ran, aber mit den meisten Veröffentlichungen der renommierten nordischen Bands, können die Deutschen mehr als locker mithalten! So wird es für ENDSTILLE sicherlich schwer weiter im Underground zu bleiben, aber muss man das überhaupt??

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Endstille 'Navigator' Tracklist
1. Ortungssignal Button MP3 bestellen
2. I bless you...God Button MP3 bestellen
3. Navigator Button MP3 bestellen
4. Above the vault of heaven Button MP3 bestellen
5. Bastard Button MP3 bestellen
6. Monotonus II Button MP3 bestellen
7. Nameless Button MP3 bestellen
8. Let there be heaven Button MP3 bestellen
9. Disillusioned Victory Button MP3 bestellen
10. Endstille (Leichnam) Button MP3 bestellen
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