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ENGEL - Threnody

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Artist ENGEL
Title Threnody
Homepage ENGEL
Label SEASON OF MIST
Veröffentlichung 07.04.2010
Leserbewertung
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6.5/10 (2 Bewertungen)

Ein wenig verwirrend ist es ja schon, dass das ENGEL Nachfolgewerk zu „Absolute Design“ erst jetzt in die Läden gewuchtet wird, da die Songs meines Wissens schon Ende letzten Jahres standen. Mit der musikalischen Klasse von „Threnody“ dürfte es außerdem ein Klacks gewesen sein, nach dem schwächelnden Label SPV einen adäquaten Geschäftspartner zu finden.

Der klinisch moderne Produktionsstil Tue Madsens passt jedenfalls zu ENGEL wie die Faust aufs Auge und gleichermaßen glaubt man gleich beim Opener „Six Feet Deep“ von selbiger in der Fresse getroffen zu werden. Ein durchgezogener Doublebassteppich treibt den nach vorne peitschenden Song voran. Gut, das Wechselspiel von Magnus „Mangan“ Klavborns Vocals ist mittlerweile nicht mehr neu, besitzt aber durchaus Wiedererkennungswert. Überhaupt haben es ENGEL geschafft, die besten Momente ihrer Musik als Trademarks zu etablieren und entwickeln diese konsequent auf „Threnody“ weiter. Grob gesehen kann der Stil wie eine Mischung aus PAIN und SOILWORK beschrieben werden und ist demzufolge mal tanzbarer („Sense The Fire“, „Feed The Week“), mal richtig fett („For Those Who Will Resist“, „Threnody“) und dann auch mal modern groovend („Every Sin (leaves a Mark)“). Manches Mal fühlt man sich gar durch die insgesamt etwas stärker eingesetzten Sytnhies an 80er Pop Bands erinnert. Bei dem düsteren „Heartsick“ könnten beispielsweise TALK TALK Pate gestanden haben. Bei der abschließenden geilen Ballade „Perfect Isis“ bekommen wir es zudem noch mit einer bisher ungehört dunklen Klangfarbe aus Magnus’ Stimmbändern zu tun.

Mit Threnody“ haben ENGEL den Kunstgriff vollbracht, schon beim zweiten Longplayer einen massiven Wiedererkennungswert herauszuarbeiten und ihren eigenen Stil zu verfeinern, ja zu perfektionieren. Schwächelte der Vorgänger nach der sehr starken ersten Hälfte irgendwann an etwas durchschnittlicheren Kompositionen, ist „Threnody“ eine absolut runde Sache geworden. Das Ding macht von Anfang bis Ende Spaß und ist abwechslungsreich. Aber mit Namensgeber Niclas Engelin haben wir es ja auch mit allem anderen als einem blutigen Anfänger zu tun. Ich zieh mir ENGEL jedenfalls momentan 10 Mal lieber rein als IN FLAMES oder SOILWORK, deren letzte Outputs ganz sicher nicht mit dem Unterhaltungswert von „Threnody“ mithalten können. Packender und hitgespickter dürfte es in diesem Bereich nicht gehen.

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