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EPICA - Consign to Oblivion

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Epica-Consign-to-Oblivion.jpg
Artist EPICA
Title Consign to Oblivion
Homepage EPICA
Label TRANSMISSION RECORDS
Veröffentlichung 18.04.2005
Leserbewertung
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Als Mark Jansen seiner ehemaligen Band den Rücken kehrte und mit EPICA eine neue Formation aus der Taufe hob, welche im Grunde genommen den Schritt auf der Stelle probte, schien es eine ausgemachte Sache zu sein: Ihres Hauptsongwriters entledigt, würden AFTER FOREVER schnell in der Versenkung verschwinden und sich in alle Winde zerstreuen.

Dass es auch ganz anders laufen kann, bewiesen dann die Entwicklungen der letzten zwei Jahre: EPICA legten mit „The Phantome Menace“ ein Werk vor, welches „Decipher“ um wenig bis nichts nachstand und mit dem Titeltrack erneut einen wahren Ausnahmetrack aufzuweisen hatte, doch startete seine Schwester rundum erneuert und mit einem betont symphonischen Ansatz sogar noch heftiger durch – AFTER FOREVER sind nun Anführer eines dicht gepackten Felds knapp unter dem Mainstream treibender Gruppen, während Marks neue Kapelle außerhalb seiner niederländischen Heimat eher nur Eingeweihten bekannt sein dürfte. Die etwas überflüssige Akustiksession aus dem letzten Jahr tat wenig, diesen Zustand einschneidend zu ändern, auch wenn diese Form der Fanvollbedienung mit EPs, extended Singles, Live-Mitschnitten und DVDs bei Jansen schon Tradition besitzt. Man konnte somit nicht ganz umhin, dem Komponisten so genialischer Stücke wie „My Pledge of Allegiance“ ein leicht schablonenhaftes Vorgehen anzukreiden – selbst in den großen Momenten empfand man ein „Deja Entendu“. Das ändert sich nun mit „Consign to Oblivion“ ganz gewaltig, denn obwohl man den typischen, breit angelegten Klang nicht aufgegeben hat, findet sich jede Menge Neues und Weiterführendes sowie die vielschichtigsten Titel, die man aus Jansens Feder bislang vernommen hat: Die Harmonien sind vertrackter, die Arrangements überraschender, die Rhythmen ungewöhnlicher. „Quietus“ ist ganz mittelalterverliebt und von hypnotischer Eleganz, „Mother of Light“ brilliert mit antiphoner Vokalseligkeit. Andererseits wird niemand, der „The Phantom Menace“ mochte, enttäuscht werden: Auf „Blank Infinity“ werden Pauken, Hörner und dicke Chöre aufgefahren, „Another me“ ist ein klassischer Chor-Kracher und in „Force of the Shore“ tauchen auch die altbekannten Death Grunts wieder auf. Im ausufernden, neunminütigen Finale kommt dann Alles zusammen, das Neue ebenso wie das Bewährte und so wirkt der – ahäm – epische Titeltrack wie eine zeitgeraffte Version des ganzen Albums.

Das in Titeln und auf dem Cover angedeutete Maja-Konzept hat musikalisch (leider) keinen Niederschlag gefunden und wirkt somit ein wenig wie ein Fremdkörper. Davon einmal abgesehen, ist „Consign to Oblivion“ ein starkes und erfrischendes Werk geworden, das man so bestimmt nicht erwartet hätte. Mark Jansen kehrt damit in die Riege der großen Talente des Metal zurück und das alleine schon ist eine Meldung wert.

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Epica 'Consign to Oblivion' Tracklist
1. Hunab K'u "A new age dawns" (Prologue)
2. Dance of fate
3. The last crusade "A new age dawns" #1
4. Solitary ground
5. Black inginity
6. Force of the shore
7. Quietus Button MP3 bestellen
8. Mother of light "A new age dawns" #2
9. Trois vierges
10. Another me "In Lack'ech"
11. Consign to oblivion "A new age dawns" #3
12. Keine Titelinformation (Data Track)
13. Keine Titelinformation (Data Track)
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