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ERIK & ME - Versteck

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Erik-Me-Versteck.jpg
Artist ERIK & ME
Title Versteck
Homepage ERIK & ME
Label R.D.S.
Veröffentlichung 07.01.2011
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Nach dem 2008er LP-Debüt „160 Zeichen“ melden sich ERIK & ME mit ihrem Nachfolger „Versteck“ zurück. Die Berliner Band um Mastermind Erik Lautenschläger ist inzwischen zum Quintett gewachsen und hat sich auch musikalisch ein wenig umgetan. Es gibt immer noch deutschsprachigen Pop mit einer gehörigen Portion Melancholie auf die Ohren, bisweilen bekommt das Ganze jedoch durchaus eine ungewohnt rockige Note.

Etwa wie beim druckvollen Opener „Schreien“, der mit wavigen Langäxten gefällt und Lust auf mehr macht. Auch das nachfolgende „Sonderbar“ bleibt knackig, während „Einsam“ mit BEACH-BOYS-Chören kokettiert. Aufgeräumten Indie-Pop verspricht „Genug“, um beim Titeltrack „Versteck“ mit Shoegazing-Elementen für dunkle Schwermut zu sorgen. Bisweilen schraubt Erik hier seine Stimme auch wieder ins Falsett, insgesamt verzichtet der Bandleader jedoch auf dem zweiten Longplayer häufiger als beim Erstling auf schwindelerregend hohe Töne, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Beim reduzierten „Zu groß“ passt der Falsett-Gesang sogar, bei „Manchmal“ oder auch „Herbst“ fehlt mir allerdings eindeutig Schwung. So recht will der Funke hier nicht zünden, insgesamt sind mir die Stücke mit mehr Drive eindeutig lieber. „Zufall“ ist zweifelsohne ein schöner Song, aber man muss schon den speziellen Gesang des Herrn Lautenschläger mögen, um bei der Stange zu bleiben. Dafür verzichtet das zurückhaltende „Tsunami“ gänzlich auf Lyrics und leitet zum ruhigen Country-Walzer „Was Du nicht sehen kannst“ über.

Nach einem vielversprechenden Start driften ERIK & ME für meinen Geschmack zu sehr in ruhige Fahrwasser ab. Gerade vor dem Hintergrund, dass mit „Schreien“ und „Sonderbar“ zwei gelungene Lieder mit mehr Schmackes im Repertoire sind, hätte ich mir durchgängig etwas mehr Pep gewünscht. Vielleicht bin ich aber auch nur das graue Winterwetter leid und brauche einfach frühlingshaften Schwung.

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Erik & Me 'Versteck' Tracklist
1. Schreien
2. Sonderbar
3. Einsam
4. Genug
5. Versteck
6. Zu Groß
7. Manchmal
8. Herbst
9. Zufall
10. Tsunami
11. Unsichtbar
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