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EVELINN TROUBLE - Arrowhead

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Artist EVELINN TROUBLE
Title Arrowhead
Homepage EVELINN TROUBLE
Label BAKARA MUSIC
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EVELINN TROUBLE, die Exil-Zürcherin, die über London nach Berlin gekommen ist, hat soeben ihr viertes Album „Arrowhead“ in Deutschland veröffentlicht. Der Name der Eidgenössin ist dabei durchaus Programm: Sie ist Ärger, Wut und Trauer. Kraft und Stärke, aber auch Vergänglichkeit und Nihilismus. Ihre Musik wühlt auf, genau wie ihre Performance, denn EVELINN TROUBLE provoziert, eckt an und steht für ihre Vision von Musik und Kunst ein. Der eine oder andere hat sie möglicherweise bereits zusammen mit ihrer Landsmännin SOPHIE HUNGER gesehen, die Dame wirkte auch schon bei zahlreichen Theater- und Videoproduktionen mit und fungiert auch als Ghostwriter für Schweizer Pop-Exporte.

Wenn man nach der kurzen Prelude das eröffnende „Wrong Sea“ hört, möchte man allerdings nicht glauben, dass das vielbeschäftigte Enfant terrible der Schweizer Szene etwas machen könnte, was in Richtung eingängiger Formatradio-Pop gehen könnte. Das Konzeptalbum „Arrowhead“, das von einem urbanen Reisenden erzählt, der durch einen Pfeilschuss in den Kopf in einen Traumzustand versetzt wird, bringt dafür eindeutig zu viele Haken und Ösen mit. Das ist allerdings gar nicht negativ zu verstehen, denn dadurch wird die ganze Sache erst spannend und ein Stück wie das energiegeladene „Gone Strange“ findet durchaus recht zügig in die Gehörgänge. Geheimnisvoll-vertrackt schließen sich „Simple Truth“ und Moonhowl“ an, ehe „Touching Air“ mit dunkel-wummernden Melodien übernimmt und „Shed It“ in nebulöse Untiefen entführt. In leicht unterkühlter Slow Motion setzt „Reminder“ den rauschhaften Trip fort, der sich womöglich in letzter (instrumentaler) Konsequenz als „Just A Fever“ entpuppt.

„Alternative Psychedelic Rock“ nennt EVELINN TROUBLE ihre Musik und eine gute Portion Psychedelic steckt zweifellos im Sound auf „Arrowhead“. Die Platte ist nichts für nebenbei, aber wer gern einmal über den Rock-Tellerrand schaut und vor allem hört, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren.

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