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EXMORTEM - Nihilistic Contentment

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Exmortem-Nihilistic.jpg
Artist EXMORTEM
Title Nihilistic Contentment
Homepage EXMORTEM
Label EARACHE
Veröffentlichung 14.07.2006
Leserbewertung
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Lauter gute Vorsätze, lauter vergebene Chancen. Von der Masse durchschnittlicher Prügelformationen habe man sich mit diesem Album absetzen wollen, so Gitarist und einziges Festmitglied Martin Sigtyr, habe Neues probieren und unkonventionelle Wege beschreiten wollen. Doch am Ende ist „Nihilistic Contentment“ wieder nur ein weiteres Death Metal Album geworden.

Man ahnt das bereits, als gleich zu Anfang dramatische Röhrensounds für den urwüchsigen Opener „Flesh Havoc“ aufgefahren werden, die Double Bass wie zum Auftakt einer Schlacht peitscht und Gitarren propellern. Da ist man allerdings noch guter Dinge, denn die Band hat sich offenbar entschieden, bei den Besten zu klauen und ihre offensichtliche Liebe zu MORBID ANGEL führt immerhin zu ein paar eindrucksvollen Momenten. Zudem widerlegt man gutgelaunt alle Kritiker, die der Band primitives Muckertum vorwerfen. Es mag sich zwar angesichts der über jeden Zweifel erhabenen Leistungen merkwürdig anhören, aber EXMORTEM sind keine reinen Techniker. Drummer Reno (der inzwischen schon wieder raus ist) drischt zwar unmenschlich in die Schüsseln, doch liegt die Betonung auf einem straighten, unzweideutigen Stil und auch die Äxte sägen ohne doppelten Boden. „Nihilistic Contentment“ erscheint somit im ersten Durchlauf als ideale Scheibe für alle, welche Experimenten im Death Metal rein gar nichts abgewinnen können und ihr Steak blutig mögen. Eine knappe halbe Stunde lang gibt es ordentlich einen (oder auch zwei) auf den Schädel, wird gestampft und nie gegrooved. Refrains, Sound-Spielereien oder flammende Soli sollte man erst gar nicht erwarten – was ja noch nicht per Definition ein Makel sein muss. Auf Dauer macht sich die völlige Abwesenheit von Überraschungen allerdings dann doch ein wenig unangenehm bemerkbar. Vor allem, weil sie in diesem Fall eben weniger mit einer knallharten Kompromisslosigkeit zu tun hat. Es fehlen ja gerade die Extreme, die Peaks, die Höhepunkte.

Sicher, „Nihilistic Contentment“ lädt durchaus zum Erneuten Hören ein. Schön kompakt und äußerst vertraut kommt es daher und so wird man immer wieder mal dazu greifen, wenn einem nach sofortiger Belohung ohne Bedingungen oder Komplikationen ist. Gleiches ließe sich allerdings auch über hunderte vergleichbarer Werke sagen.

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Exmortem 'Nihilistic Contentment' Tracklist
1. Flesh Havoc
2. Bitter Disciplin
3. The Human Rape Symphony
4. Black Walls Of Misery Button MP3 bestellen
5. Division Of Genocide Pleasure Button MP3 bestellen
6. Swamp Of Decadence
7. Symbols Of Inhumanity Button MP3 bestellen
8. Fix Of Negativity
9. Graveside Mourning Ritual
10. Parasite Paradise
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