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FAETAL - [sic]

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Faetal-Sic.jpg
Artist FAETAL
Title [sic]
Homepage FAETAL
Label WASP FACTORY
Veröffentlichung 21.03.2005
Leserbewertung
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FAETAL haben schon mal eine wichtige Entscheidung getroffen: Sie wollen keine kleinen Brötchen backen. Statt sich einer bestimmten Szene anzuschließen oder zumindest für ihr Debüt in die Fußstapfen offensichtlicher Vorbilder zu treten, gehen sie einen eigenen Weg, also den der größten Widerstände.

Puristen oder Untergrund-Fetischisten dürfen somit getrost abschalten, alle anderen sollten aufmerksam bleiben. Denn obwohl [sic] keineswegs perfekt oder gar überwältigend geraten ist, zeugt es von einem unbändigen Willen, anders zu sein und Genregrenzen den Kampf anzusagen. Dabei hat diese Band durchaus ihre Einflüsse. Mehr als einmal scheinen THE CURE durch, in den härteren Momenten FEAR FACTORY oder auch NINE INCH NAILS und Pete Boyd klingt mal wie ein versöhnlicher Robert Smith, dann wieder wie ein gutmütiger Brian Molko. Doch anstatt es sich mit diesen Referenzen gemütlich zu machen, spielt das Album sie gegeneinander aus, setzt auf Stilvielfalt und Abwechslung. „Liquid Hate“ bietet Stop-and-Go aus dem Computer, Staccato-Riffs und schnoddrigen Gesang, „Bad Orb“ flirtet mit Drum n Bass und düstere Emphase und „Like a God“ ist mit seinem tatsächlich göttlichen Groove und hypnotischem Sog der heimliche Hit, den solch eine Platte auch nötig hat. Doch schon „Darkness“ irritiert: Die Gitarren malen Schatten von „The End“ an die Wand, die Strophe stolpert hilflos durch endlose Gänge, nur der Refrain greift nach den Charts und somit ins Klo. Danach versuchen sie, NEW ORDER und SKINNY PUPPY gleichzeitig zu sein, hüpfende Beats mit Riffs von der Gewalt eines wild gewordenen Bullens miteinander zu versöhnen und sogar gefühlvoll zu werden. Das kann natürlich nicht gelingen und irgendwann wird man diese ewige Hin- und Herhüpferei auch leid.

Eine Menge hängt hier auch am gerade nicht überzeugend genug ausgefallenen Sound, doch erscheint es als gar nicht mal so verkehrt, dass sich FAETAL erst einmal in aller Ruhe austoben dürfen, ehe ihnen die Plattenfirma den Papa Produzent an die Seite stellt. [sic] ist eines dieser Alben, das gerade durch seine Unvollständig so gespannt auf mehr macht.

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Faetal '[sic]' Tracklist
1. Liquid Hate
2. 21
3. Like a God
4. Bad Orb
5. Darkness
6. Sadistic
7. Phosphor Sky
8. Can Anybody Hear Me?
9. Losing Control
10. Divide by Zero
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