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FAKIR - We’ll See When We Get There

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Artist FAKIR
Title We’ll See When We Get There
Homepage FAKIR
Label PHÉNIX RECORDS
Leserbewertung
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Hinter FAKIR verbirgt sich der Schweizer Thierry Pache, der auch bei den eidgenössischen Elektronikern von FAQ seine Finger im Spiel hat. Nach der 2008er VÖ „Tour De Force“ gibt es vom Schwyzer Düstermann jetzt zehn neue Songs, die auf dem Silberling „We’ll See When We Get There“ zusammengefasst wurden.

Wie es sich gehört, klingt die Dark-Wave-Scheibe ordentlich depressiv und mal ganz abgesehen davon, dass Thierry Pache eine ähnliche Frisur wie Robert Smith sein eigen nennt, könnten die Gitarren, die den Opener „To Where“ eröffnen, durchaus auch von THE CURE stammen. Leider verharrt der Sound jedoch allzu sehr in etwas uninspirierter Monotonie. Nur scheiße drauf sein, reicht halt nicht für eine gute Platte. „Dream“ geht durchaus ins Ohr und ich sehe die Schwarzkittel auf dem schwarzen Dancefloor mit traurigem Blick zwei Schritte und einen zurück machen, die Gleichtönigkeit mit der sich „Butterfly Effect“ anschließt, muss man allerdings schon mögen, sonst wird’s schnell langweilig mit dem FAKIR. Das hat sich Herr Pache wohl auch überlegt und gibt mit „Time Will Tell“ tatsächlich Gas. Leider passt seine Stimme nicht unbedingt zum höheren Tempo, die kommt dann doch besser rüber, wenn er leicht gequält vor sich hin jammert. Okay, ich übertreibe ein wenig, aber bei so langweiligen Stücken wie „Never Ever“ oder „I Don’t Care“ wird meine Geduld schon ziemlich beansprucht. Es ist ja nicht alles schlecht, was Thierry sich da ausgedacht hat und die Zielgruppe wird das Dunkel-Gefrickel wahrscheinlich sogar zu schätzen wissen. Ich bin für dahingehauchte Tracks wie „Kiss Don’t Tell“ oder „The First Word“ wahrscheinlich einfach nicht depressiv genug und müsste möglicherweise auch erst meine sonnendurchflutete Wohnung abdunkeln, um in die richtige Stimmung für diese Musik kommen. Vielleicht würde es aber auch schon helfen, wenn jemand anderes sänge und eventuell noch die eine oder andere Variation in den Sound brächte. In der Gesamtheit bringen nämlich auch „The Five Stars“ und „There Is No“ keine Abwechslung mehr, selbst wenn es auf der Zielgeraden noch mal vergleichsweise ausgelassen zugeht. Dafür treten hier aber auch noch einmal die gesanglichen Schwächen deutlich zu Tage – von der Belanglosigkeit der Texte wollen wir mal gar nicht sprechen.

Wem THE CURE viel zu gut gelaunt sind und den Herbst als Lieblingsjahreszeit hat, wird möglicherweise bei FAKIR eine Seelenverwandtschaft entdecken. Für diese dunklen Gestalten mag „We’ll See When We Get There“ der passende Gegenentwurf zum nahenden Frühling sein, mich schläfert der Alpinist eher ein.

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