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FALLAWAY - Black Butterfly

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Artist FALLAWAY
Title Black Butterfly
Homepage FALLAWAY
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Pünktlich zu ihrer anstehenden ersten Headlinertour (ganz bescheiden „Gold Medal“-Tour getauft) präsentiert das ostwestfälische Quintett FALLAWAY eine neue in Eigenproduktion entstandene EP, die zweite nach dem Demo 2003. Es war auch an der Zeit, die vielen Kompositionen mal wieder auf CD zu pressen, die man live hier in der Umgebung schon ausgiebigst austesten konnte. Mittlerweile besitzen die Jungs schon einen gewissen Status in ihrer Heimat, den sie vielen ausgezeichneten Gigs und ihrem sprichwörtlichen Ehrgeiz zu verdanken haben. Ohne Eigeninitiative läuft heute bekanntlich nichts mehr, wer darauf hofft entdeckt zu werden, wird später mit einem Rauschebart in einer ganz dunklen Ecke enden. Also hat man in kompletter Eigenregie 5 Songs auf den Silberling gepackt, mit gut 20 Minuten Spielzeit, letztendlich auch ein Vorbote auf das noch für dieses Jahr geplante Full Length Debüt.

Emotionaler Rock heißt die grobe Sparte, und die zeichnet sich durch abwechslungsreiche Arrangements zwischen Härte und Gefühl aus, mal wird kräftig gerifft, dann wieder bestimmen melodische Parts das Bild. Dabei wird meist versucht, auf einen griffigen Refrain zuzusteuern, der dem Ganzen die jeweilige Krone aufsetzt, da unterscheiden sich die 5 Stücke nicht wesentlich. Sänger Patrick Zehles hat sich im Vergleich zum letzten Output deutlich weiterentwickelt, die Stimme wirkt selbstbewusster, und er wagt sich auch an schwierige Parts heran. Neben ein paar Brüll-Vocals singt er meistenteils im Screamo-Style, also diese leicht weinerliche Emovariante, wo sich die Stimme bewusst hin und wieder überschlägt. Das gelingt ihm nahezu perfekt (man vergleiche mal mit dem aktuellen Longplayer von AIDEN auf Victory Records), lediglich beim akustischen Rausschmeißer „7/30 the bloodpainted car“ trifft er zumindest bei mir nicht die richtigen Töne. Dieser Song ist sowieso etwas missraten, da laufen auch die Drumspuren des eigentlich vorzüglichen Kesseldreschers Stefan Wolharn irgendwie neben den Gitarren her. Ist es vielleicht möglich, dass man diesem Track aus Zeitgründen nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit widmen konnte? Ein weiterer, aber nur kleiner Makel sind die Dynamik-/ Lautstärkenunterschiede zwischen den ersten beiden und den nachfolgenden 3 Liedern, bei letzteren fehlt irgendwie der Druck auf den Instrumenten.

Doch das sei der blutjungen Truppe verziehen, denn das bereits sehr reife Songwriting ist über solche produktionstechnischen Probleme erhaben, und der Sound insgesamt schon annährend professionell. Für das anstehende Album noch einen richtigen Produzenten abgreifen, und man kann national mit Sicherheit viele Konkurrenten abhängen. Für alle Emo, Screamo und Nu Rockfreunde geeignet und auf der Band-Homepage bestellbar.

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