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FANGORN (RUS) - Mysterious Land

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Fangorn-Mysterious-Land.jpg
Artist FANGORN (RUS)
Title Mysterious Land
Homepage FANGORN (RUS)
Label PURITY THROUGH FIRE
Leserbewertung
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Aus Russland, genauer gesagt St. Petersburg, stürmen die Viking Metaller FANGORN mit ihren Drachenschiffen auf uns zu, um die Wikinger Horde mit ihrem dreißigminütigen Long(?)player „Mysterious Land“ mitzunehmen, für Odin zu kämpfen und den Weg nach Walhalla zu gehen und schliesslich im Kreise gefallener Krieger das Met-Horn zum Gruße zu erheben.

Okay, ganz so viel Einsatz wird von euch nicht gefordert, wenn ihr den sieben Nummern der aktuellen CD der Russen lauschen wollt. Das Rad wird hier auch nicht gerade neu erfunden, was mich aber nicht stört. FANGORN bedienen sich halt der typischen Stilelemente des Viking Metal-Subgenres und erschaffen daraus urtypische, aber gute Songs, die eben alle Genrekonventionen erfüllen. Wobei sie es aber z.B. schaffen, dass ein Lied wie „Forgotten Hero“ durchaus auch eine russisch-folkloristischen Touch bekommt, womit sie wohl der eigenen Kultur Tribut zollen, statt nur nach den skandinavischen Vorbildern zu schauen, deren Einflüsse FANGORN nicht verleugnen können. Auch textlich erwarten einen hier keine Überraschungen, aber das macht alles nichts, denn „Mysterious Land“ ist ein melodisches Viking Metal-Album geworden, welches sämtliche in ein derartiges Klangwerk gesetzte Erwartungen erfüllt. Die Band hat ein Händchen für schöne Melodien, die in der Gitarrenarbeit ihre Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal offenbaren, zudem schreibt man gefällige Songs, bei denen das Zuhören ganz einfach Spaß macht. Die Osteuropäer haben halt sämtliche bekannten Stilelemente in einen Topf geworfen, dreimal geschüttelt, einen Schuss Wodka dazugegeben und -plopp!- war „Mysterious Land“ fertig. Lieber gut geklaut als schlecht selber gemacht, würde ich sagen, und somit gefallen mir Tracks wie „Shield And Sword“ oder „Beautiful Spring“ ausgesprochen gut mit ihrem pathetisch-heroischen Touch, der nicht zuletzt den Keyboards zuzuschreiben ist.

Wer bisher kein Viking Metal-Fan war, der wird auch durch „Mysterious Land“ nicht dazu, wem diese Stilrichtung aber ebenso am Herzen liegt wie dem Verfasser dieser Zeilen, der wird seinen Spaß mit FANGORNs Album haben. Schade nur, dass es so kurz ausgefallen ist und zudem auch noch zwei – allerdings gelungene – Instrumentalnummern beinhaltet. Zur Sperrspitze der Szene gehören die Jungs nicht, aber sie unterhalten mit ihrem kurzen Werk den geneigten Hörer bestens, so dass man sich dieses etwas vorhersehbare Stück Musik durchaus ins Haus holen kann, ohne den Kauf später zu bereuen.

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