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FAREWELL TO FREEWAY - Filthy Habits

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Artist FAREWELL TO FREEWAY
Title Filthy Habits
Homepage FAREWELL TO FREEWAY
Label VICTORY
Veröffentlichung 21.01.2011
Leserbewertung
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Unter normalen Umständen könnte man erwarten, dass sich hinter einem Cover wie dem hier rechts zu sehenden ein emotional überladenes Scheitel-und-Tränen-Album verbirgt. Doch über den musikalischen Gehalt des hier vorliegenden dritten Albums von FAREWELL TO FREEWAY sollte man nicht vorschnell urteilen, auch wenn sich die Kanadier zumindest auf optischer Ebene Elemente des Trends einverleibt haben. „Filthy Habits“, an sich auch kein allzu origineller Titel, presst an mancher Stelle noch ein süßes Tröpfchen aus der schrumpeligen Metalcore-Frucht heraus.

Natürlich, um das Etikett Metalcore kommt die vierköpfige Herrenrunde keineswegs herum, und schon die eröffnende Single „Liquor? I don’t even know ‘er“ macht deutlich, dass mit dem mittlerweile auf so gut wie jedem Promozettel schonungslos verbreiteten Wort „Meisterwerk“ noch ein wenig zu dick aufgetragen wird. Dennoch können die Jungs um Shouter Adam Lambert (nicht mit dem Typen von „American Idol“ zu verwechseln!) dem stagnierendem Metier frische Lebenslust einhauchen, gerade indem sie von den herkömmlichen Mitteln noch die eine oder andere Extra-Portion servieren. Zunächst kommt nach Ausstieg der Keyboarderin die in AUGUST BURNS RED-Kompositionen (in der Light-Version natürlich) verpackte Stakkato-Thrash- und Abstopp-Breakdown-Kante deutlich mehr zum Vorschein. So fräst sich das kräftige „Usurper“ ziemlich straight und mit Technik durch einen dahinschwebenden Cleanpart und gefällt dabei auch mit eigentlich herkömmlichen Ideen. Darüber hinaus sind es die relativ ausgefeilten Melodien und Emo-Hooks, die den verwinkelten, sich im ständigen Wechsel befindenden und keineswegs konventionellen Strukturen auf den ersten Blick gegenüberstehen, im Endeffekt aber symbiotisch mit der Härte zu einem schönen, blutroten Songfluss verschwimmen. Natürlich trifft die Hart-Weich-Kombination immer noch auf rund 99 Prozent der Szenelumpen zu. Doch die teils extreme Art, wie man bei Stücken wie „Blood boils quicker than Water“ und der Breakdown-Orgie „Spare Parts“ von atmosphärischen, vereinzelt auch noch mit Elektronik versüßten Emotionsfahrten in wiederholt wildes Bullenreiten ausbricht, gelingt bei weitem nicht jeder Kapelle und kann so langsam schon den Thron der regierenden Szeneinstitutionen mit einem Finger berühren.

Daher sollte sich jeder nicht der Akzeptanz komplett verfallene Metalcorer FAREWELL TO FREEWAY spätestens jetzt einmal reinziehen. Wenn sie auch das Rad immer noch nicht neu erfinden, scheinen sie doch mit einem Anflug von Chaos eine eigene Technik entwickelt zu haben, um es kräftig und mit leichten Abänderungen weiter zu drehen. Mit dem Signing hat sich Victory definitiv einen Gefallen getan. Hört mal rein!

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Farewell to Freeway 'Filthy Habits' Tracklist
1. Liquor? I don't even know 'er Button MP3 bestellen
2. Afterlife lottery Button MP3 bestellen
3. Ursurper
4. Inside influence Button MP3 bestellen
5. Top gun Button MP3 bestellen
6. Bones and tissue Button MP3 bestellen
7. Dharma's a bitch
8. 26.6.42.12
9. Token ain't weezy Button MP3 bestellen
10. Spare parts Button MP3 bestellen
11. Rico's roughnecks Button MP3 bestellen
12. Blood boils quicker than water
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