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FATSO JETSON - Idle Hands

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Artist FATSO JETSON
Title Idle Hands
Homepage FATSO JETSON
Label HEAVY PSYCH SOUNDS
Veröffentlichung 11.11.2016
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Obwohl FATSO JETSON als (Mit-)Begründer der kalifornischen Desert Rock-Szene gelten und diese zweifellos nicht unwesentlich geprägt haben, sind sie doch niemals so erfolgreich und über die Genre-Grenzen hinaus bekannt geworden wie einige ihrer Weggefährten, zum Beispiel FU MANCHU oder natürlich KYUSS und QUEENS OF THE STONE AGE. Aktuell liegt nun der lang ersehnte – immerhin sechs Jahre sind seit dem letzten kompletten Album „Archaic Volumes“ ins Land gezogen – neue Dreher namens „Idle Hands“ vor.

Experimentierfreudig war die Truppe um die Cousins Mario und Lawrence Lalli schon immer, und so wäre auch für „Idle Hands“ das Label Desert- oder gar Stoner Rock zwar nicht falsch, aber doch definitiv unzureichend. Der mittlerweile zur Zwei-Generationen-Band herangewachsene Clan (Marios Tochter Olive Zoe singt auf einigen Stücken, Sohn Dino spielt Gitarre und war auch aktiv am Songwriting für das Album beteiligt) zeigt sich, wie schon zuvor, sehr variabel und bricht die klassischen Wüstenrock-Strukturen immer wieder durch verspielte Rhythmuswechsel und die eine oder andere gemäßigt disharmonische Noise-Anleihe auf. Nicht alles erschließt sich gleich beim ersten Durchlauf, dennoch verzetteln sich FATSO JETSON nicht, sondern bleiben zugänglich genug, um den Hörer von Beginn an mitzunehmen auf eine melodieverliebte Reise, die über staubige Pisten durch teils schroffe, teils anmutig-psychedelische Landschaften führt. Los geht es mit vollem Tank und röhrendem Motor zu „Wire Wheels And Robots“ im Zick-Zack-Kurs den ersten Anstieg hinauf. Bei „Portuguese Dream Black In Red“ kreuzt ein JESUS LIZARD eilig den Weg, bevor die „Royal Family“ sich auf dem ersten Hochplateau eine gepflegte Kippe bei offenem Fenster gönnt und sich die sommerlich warme Brise um die Nase wehen lässt. Die Geradeaus-Passagen werden hier oben länger, die Strecke ist weithin einsehbar und der Fahrstil des „Nervous Eater“ wird deutlich entspannter. Die sanften Hügel von „Seroquel“ laden zum Verweilen ein, bevor es frisch gestärkt mit dem Titelsong des Albums zunächst langsam, bei „Last Of The Good Times“ dann wieder steil bergan geht. Oben angekommen können FATSO JETSON „Then And Now“ sogar einen Gang rausnehmen und sich entspannt den Abhang wieder herunterrollen lassen. Und weil das Gras in den Tälern so herrlich grün ist, wie es in „The Vincent Letter“ schon geschrieben stand, entscheidet man sich nach „48 Hours“, die Reise zu beenden und gleich hier ein „Dream Home“ zu bauen.

Insgesamt ist „Idle Hands“ ein zeitloses, kurzweiliges Album mit einer ausgewogenen Balance aus eingängigen und verspielten Momenten, empfehlenswert für jeden, der mit gut abgehangenen Riffs und von staubiger Patina überzogenen Psychedelia etwas anfangen kann. Und das ist dann im Endeffekt eben doch einfach nur Desert Rock, wie er sein soll.

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Fatso Jetson 'Idle Hands' Tracklist
1. Wire Wheels And Robots
2. Portoguese Dream
3. Royal Family
4. Nervous Eater
5. Seroquel
6. Idle Hands
7. Last Of The Good Times
8. Then And Now
9. The Vincent Letter
10. 48 Hours
11. Dream Homes
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