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FELIDAE - Baby Someday

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felidae-baby-someday
Artist FELIDAE
Title Baby Someday
Homepage FELIDAE
Label ANAPHORA RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.5/10 (2 Bewertungen)

Weshalb aus FELIDAE TRICK FELIDAE wurde? Man munkelt etwas von musikalischem Kick-Neustart, bleibt aber in vertrauten Pop- und Indie-Gefilden mit New-Wave-Untiefen. Neu ist möglicherweise der orientalische Vibe, der im Zusammenhang mit Vintage-Rock auf dem Promo-Waschzettel angekündigt wurde. Nun, ich bin gespannt, denn der FELIDAE-TRICK-Erstling „Patrimony“ vermochte mich vor zwei Jahren nicht zu überzeugen. Bandgründer Omer Lichtenstein, der die Kapelle 2011 im heimischen Tel Aviv aus der Taufe gehoben hat, ist immer noch in seiner Wahlheimat Berlin zuhause und es klingt ganz so, als hätte ihm die bundesdeutsche Hauptstadt gut getan.

Und ihre Spuren hat sie womöglich in Form der den Opener „Barbaria“ eröffnenden und begleitenden Kirchglocken auch hinterlassen. Ansonsten bleibt Mastermind Lichtenstein tatsächlich seinem Style treu – ergänzt um eine gewisse unterschwellige Orientalik, die aber zumindest am Anfang noch von prägnanten Gitarren dominiert wird. Mit gefälligem Drive schließt sich „Still Burning“ an und auch „Indoor Trance“ geht ohne große Umwege ins Indie-Ohr. Beim Titeltrack „Baby Someday“ klingen die als Einfluss genannten Liverpooler Pilzköpfe erneut verstärkt durch – nur der Vintage-Rock mit orientalischem Vibe lässt noch auf sich warten. Mit dem knackigen „No Right To Remain Silent“ bekommt man schließlich eine Ahnung davon, was man von dieser angekündigten Kombi zu halten hat und siehe da: das Ganze funktioniert und bringt Schwung ins Geschehen! Dabei wissen auch ruhigere Nummern wie „Between The Legs“ oder „Laying On The Sky“ durchaus zu überzeugen, bevor „Like A Movie Star“ auf den Dancefloor bittet und das finale „She Ain’t Rock And Roll“ auf der Zielgeraden gekonnt auf dicke Hose macht.

War ich beim Debüt noch sehr zwiegespalten, kann ich „Baby Someday“ der aufgeschlossenen Indie-Gemeinde problemlos empfehlen. Der Schnickschnack von wegen Kickstart und Namensänderung erschließt sich mir zwar nicht, aber was zählt, ist ja das musikalische Ergebnis. Und da haben wir es mit zehn Songs zu tun, die eine erfreuliche Weiterentwicklung von FELIDAE (TRICK) erkennen lassen.

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