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FLIGHT BRIGADE - Our Friends Our Enemies

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Artist FLIGHT BRIGADE
Title Our Friends Our Enemies
Homepage FLIGHT BRIGADE
Label REBEL CINEMA
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Ich muss gestehen, dass mir der Bandname FLIGHT BRIGADE bis zu dieser Rezi überhaupt nichts sagte. Auch dass man 2015 als „Best Unsigned Band” von THE GREAT ESCAPE in UK betitelt wurde, half mir nicht weiter. Das änderte sich erst, als ich über das Video zur Single „Hurricane Season“ stolperte. Der Sound der Band gefiel mir irgendwie. Und als ich dann las, dass es sich quasi um ein „Familienunternehmen“ handelt, wurde ich wirklich neugierig. Und so kam es, dass ich mir diesen Longplayer zu Gemüte führte.

Ein leises Feedback ertönt aus den Boxen, als „39 Steps“ beginnt. Rhythmisches Schlagzeug und eine radiokompatible Stimme komplettieren den ersten Eindruck. Hinzu kommt noch Frauengesang, der den ersten positiven Eindruck angenehm untermauert. Irgendwie kann ich mich aber des Gefühls nicht erwehren, dass ich das alles „schon mal irgendwo gehört“ zu haben – diesen Mix aus Pop, Rock, alternativen Einflüssen und etwas Wave. Die Mischung schmeichelt allerdings den Ohren. Auch die leichte Grundmelancholie weiß zu gefallen. Dabei ist es egal, ob es das sanfte „Housefire“, das rockigere „Hurricane season“ oder das Dark Wave-lastige „U kill me“ ist. Leichte Art-Rock-Elemente runden den Sound ab. Ein besonderes Highlight bildet in diesem doch sehr radiokompatiblen Potpourri der Titeltrack. Der Hörer fühlt praktisch die tragische Geschichte hinter diesem Stück. Vor allem die crescendo artige Steigerung durch Chor, Synthesizer und Gitarre sorgt dafür, dass der Titel im Ohr hängen bleibt. Hinzu kommen bei allen Kompositionen eingängige Melodien und ein „angenehmer“ Gesang. Unterstützt durch eine gute Produktion, die allerdings ein wenig Dynamik vermissen lässt, vergeht die knappe dreiviertel Stunde gefühlt recht schnell.

Ich muss sagen, dass diese Art Musik eigentlich nicht so ganz meine „Spielwiese“ ist. Dennoch läuft das Album des Öfteren auf meinem Plattenteller. Text, Gesang, Instrumentalisierung und ganz einfach die schönen Melodien haben mich überzeugt. Und für ein Alternative-Rock-Album, das mit Sicherheit die Radios erobern möchte (wird?), ist es genau so ausgefallen, wie es sein soll. Auch wenn bis zum Schluss das Gefühl des „schon mal irgendwo gehört Habens“ nicht so ganz verschwindet.

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