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FORSAKEN - Anima Mundi

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Forsaken-Anima-Mundi.jpg
Artist FORSAKEN
Title Anima Mundi
Label GOLDEN LAKE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 19.01.2004
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Mit ihrer Nationalelf werden Malta, trotz jugendlichem Enthusiasmus und ordentlicher Dribbelarbeit, wohl niemals zu Weltruhm aufsteigen, also muss man sich auf der Insel zwangsläufig anderen Idolen zuwenden. FORSAKEN, die man nicht mit den schwedischen Todesmetallern mit einem „The“ mehr im Namen verwechseln sollte, wissen um diese Not und arbeiten deswegen schon seit beinahe fünfzehn Jahren an einer eigenständigen Vision im Spannungsfeld zwischen Doom und Progressive, mit welcher sie es international zu Aufmerksamkeit und Anerkennung brachten und welche auch stets ein Vehikel in Sachen Maltamarketing darstellt – nicht umsonst heißt die Homepage des Fünfers „Forsakenmalta.com“.

Dabei schien die Karriere der Gruppe nach dem frühen, krebsbedingten Tod ihres Gitarristen Daniel Magri vor drei Jahren kurz vor dem Ende, war dieser doch maßgeblich für den Klang, die Ausrichtung und einige der prägendsten Kompositionen von FORSAKEN verantwortlich gewesen. Nur der Willensstärke und absoluten Überzeugung der Zurückgebliebenen ist das Zustandekommen von „Anima Mundi“ zu Verdanken, doch wer ein offensichtliches Werk der Trauerverarbeitung oder resignativen Niedergeschlagenheit erwartet, liegt falsch. Natürlich sind die beinahe ausschließlich aus der Feder von Bassist Albert Bell stammenden Texte keine vor Glück strotzenden Liebeshymnen oder Lobgesänge auf irdisches Glück und bleibt das Motto stets „We hold the sceptre of your doom.“ Doch ist der Ton, bei aller thematisch bedingten Kargheit, niemals bleischwer und ohne Aussicht – dem Seufzer „Where has the fire of hope gone? Why has the wisdom been forlorn?“ stellt die Band den Aufruf “Carpe Diem – Seize the Day” zur Seite und wo die Worte versagen, triumphiert die Musik. Ein sich von selbst erschließendes Album ist dabei dennoch nicht herausgekommen, was vor allem an der trockenen und minimalistischen Produktion liegt und daran, dass der Band an ganz großen cinematographischen Refrains wenig bis nichts gelegen ist. Lediglich die vereinzelten Stoner-Rock Anleihen und das abschließende „All is accomplished“ gefallen bereits beim ersten Hördurchgang, den Rest muss man sich erarbeiten.

Was dennoch sofort ins Auge sticht ist, dass trotz der durchschnittlichen Laufzeit von sieben Minuten pro Titel nirgendwo Längen entstehen und alle Instrumentalisten sparsam und somit auch effektiv mit ihren unbestrittenen Fähigkeiten umgehen: Die Keyboards bringen an strategischen Stellen Farbe ins Klangspektrum und wenn Sänger Leo Stivala wütend wird, gibt es tatsächlich nichts mehr zu lachen. Auf der Rückseite des Covers betonen FORSAKEN, dass trotz vieler Rückschläge und Turbulenzen die Metalszene auf Malta sich noch immer bester Gesundheit erfreut. Auch wenn man „Anima Mundi“ nicht auf Anhieb ins Herz schließen mag: Das glaubt man ihnen einfach.

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Dionysus 'Anima Mundi' Tracklist
1. Divine Button MP3 bestellen
2. Bringer of war
3. Anima mundi
4. My heart is crying
5. March for freedom
6. What Button MP3 bestellen
7. Eyes of the world
8. Forever more
9. Paradise land
10. Closer to the sun
11. Holy war
12. Keine Titelinformation (Data Track)
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