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FUNERAL FEAST - Genocide Ad Nauseam

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Funeral-Feast-Genocide.jpg
Artist FUNERAL FEAST
Title Genocide Ad Nauseam
Homepage FUNERAL FEAST
Label NORTHERN SOUND RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Ist noch Platz im Plattenschrank? Es ist beinahe schon ein Allgemeinsatz, dass der Death Metal einen zweiten Frühling erlebt und auf diversen Äckern und in unterschiedlichsten Gärten schwarze, kräftiggestielte Blumen aufsprießen. Gerade für den, der gerne alles hätte, dessen Geldbeutel diesem Wunsche aber mit gähnender Leere und besorgniserregend viel Platz in der Hosentasche im Wege steht, wird die Auswahl somit immer schwieriger. Dennoch geben sich FUNERAL FEAST betont locker.

So hat sich ihre finnische Labelheimat Northern Sound bereit erklärt, ihr Debüt neben der regulären CD-Ausgabe auch als limitierte Vinylpressung auf den Markt zu bringen – ein sicheres Zeichen von Vertrauen, auch wenn derartige Unternehmen, wie man bei dem aktuellen Werk von VORKREIST beobachten kann, nach anfänglichen Versprechungen gerne mal im Sande verlaufen. Doch darüber muss man sich noch gar keine Gedanken machen, denn „Genocide Ad Nauseam“ macht auch als Silberling Einiges her. Eingängig gestrickter, brutaler Death mit vibrierenden Gitarrenmotiven steht wie eine dunkle Sonne im Mittelpunkt des Geschehens, um welche sich wie Satelliten eine Vielzahl ergänzender Stilmittel drehen. Immer wieder wird das Tempo bedeutend heruntergefahren, die Toms dürfen triumphieren und statt blindem Hass kommt eine gräberne Endzeitstimmung auf, wobei sich bemerkbar macht, dass Frontmann Asperum nicht nur furchterregend grunzen, sondern ebenfalls bemerkenswert singen kann, ohne dabei auch nur eine Einheit Intensität einzubüßen. An anderer Stelle gibt es kleine Variationen im Detail, die einen bei der Stange halten, so klongt die Snare schon einmal wie ein Kochlöffel auf Omas gusseiserner Reibekuchenpfanne und zerbrechen die fünfsaitigen Akkorde wie Licht, das durch Lamellen ins Zimmer fällt. Den Spaßfaktor erhöht zudem die erfreuliche Plakativität des Albums, das ohne Umwege zur Sache kommt und mit Sentenzen wie „Jesus Christ/ You son of a motherfucking whore“ aufwartet – keine neue Einsicht, aber in dieser Offenheit dann doch irgendwie erfrischend. Es sind eben jene Elemente, die FUNERAL FEAST aus der Masse hervorheben, denn in Sachen Geschwindigkeit oder Technik sind ihnen einige Kapellen meilenweit voraus.

Nichts, was hier geboten wird, hat man nicht schon so oder so ähnlich an anderer Stelle gehört, doch diese frech und fröhlich aufspielende Band weiß einen dann doch zu überzeugen. Das mit dem Vinyl sollte man sich gut überlegen, aber die CD: Ja, da ist noch Platz im Schrank.

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