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GODÜS - Hell Fuck Demon Sound

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Godus-Hell-Fuck.jpg
Artist GODÜS
Title Hell Fuck Demon Sound
Homepage GODÜS
Label XTREEM MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Das Presseinfo zu „Hell Fuck Demon Sound“ weist gleich im ersten Satz darauf hin, dass düsterer, kalter, böser und grimmiger Black Metal nicht gezwungenermaßen aus Skandinavien kommen muss. Darüber hinaus wird man nicht müde zu betonen, dass auch ein Land wie Spanien auf diesem Gebiet eine packende und qualitativ hochwertige Truppe auf die Beine stellen kann. Das ist beides vollkommen richtig. Nur: Was zum Teufel hat das mit dieser Scheibe zu tun?

Zunächst als ein zum Zeitvertreib und aus Langeweile gegründeter Bastardsohn der beiden Untergrundformationen NÜLL und WORMED, begann das Projekt GODÜS immer mehr, eine Eigendynamik zu entwickeln, welche die der ehemaligen Hauptbands in den Schatten stellte: Mit den im Laufe der Zeit verfassten Songs stellte man sich in der Madrider Szene regelmäßig auf die Konzert- und Festivalbühnen und schwitzte sich, bei was wahrscheinlich winterliche 20 Grad Celsius waren, die pechschwarze Seele vom Leib. Das zweite Demo enthielt drei Stücke, die laut Dave Rotten so verdammt gut waren, dass er sie sofort für sein Xtreem Music Label unter Vertrag nahm. Man fragt sich bei dem Hören von „Hell Fuck Demon Sound“, was in der Zwischenzeit mit diesen ominösen Tracks passiert sein mag, denn auf diesem Album können sie wohl kaum vertreten sein. Den größten Teil der nicht wegen ihrer mangelhaften Spielzeit sondern des dargebotenen Materials beschämenden 32 Minuten schrubben die Gitarren verstohlen im Hintergrund wenig fesselnde Harmonieschemata, während ganz weit vorne im Mix die bellende Stimme von Frontmann Abraham und das scheppernde Schlagzeug dem rumpelnden Rock `n` Black eine kaum identifizierbare Fratze verleihen. Produktion? Fehlanzeige. Sogar das zum Studio umgebaute Badezimmer des Nachbarn war offensichtlich zu teuer, doch kam der Band selbstverständlich entgegen, dass ein nur aus krachenden Becken und peitschenden Snares bestehendes Klangbild den eklatanten Mangel an musikalischer Substanz auf wundersame Weise übertüncht. Dass die gelungenste Komposition das abschließende DARKTHRONE-Cover „Triumphant Gleam“ ist, nimmt man dann bereits gelassen hin, doch endet auch dieses nach dreieinhalb Minuten in Langeweile und einem viel zu lange ausgewalzten bestialischen Knall.

Wahrscheinlich war es ein furchtbar stinkender, im Mischpult nur noch wenig nachgearbeiteter feuchter Furz, den man beim Nachbarn dann doch umsonst und gegen eine Gratiskopie des Albums in der Wanne aufnehmen durfte. Wenn man bei diesem Album überhaupt von Stil sprechen kann, wird er von den ständigen und zunehmend irritierenden Lachern gebildet, welche die Band an allen Ecken und Enden einstreut. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, man sei selbst damit gemeint.

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