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GOLDENHORSE - s/t

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Goldenhorse-Goldenhorse.jpg
Artist GOLDENHORSE
Title s/t
Homepage GOLDENHORSE
Label 7HZ RECORDINGS
Veröffentlichung 19.08.2003
Leserbewertung
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Da könnte man ja fast neidisch werden, liest man den Pressetext von GOLDENHORSE. 70 Wochen Chartpräsenz, 3fach Platin, zahlreiche Auszeichnungen und den meistgespielten Radiohit des Jahres. Warum wir in Good-Old-Germany davon gar nix mitbekommen haben – tja, GOLDENHORSE haben damit nur Neuseeland und die Jungs von CROWDED HOUSE in Verzückung versetzt.

Mit dem mittlerweile dritten Album und reichlich Rückenwind versucht man nun auch in Europa Fuß zu fassen. So spült sich “Run Run Run”s motivierter Indie-Rocksound sofort ins Ohr und lässt bereits früh über das glockenhelle Organ der aus London stammenden Sängerin Kirsten Morell rätseln. Ihr Gesang erinnert doch extrem stark an Leigh Bingham, ihres Zeichens Sängerin von SIXPENCE NONE THE RICHER, der texanischen Popband, welche Mitte der 90er mit “Kiss me” einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnten. Diese Ähnlichkeit schlägt sich leider bald auch in der Musik nieder – nach dem noch aufgeweckt Beats klopfenden bluesigen “Wake up brother”, hüllen “Maybe tomorrow”, “Golden Dawn” und “Out of the moon” in süßlich romantischen Akustikkitschpop. Eingelullt davon ist man beinahe versucht “Riverhead” zu übersehen. Dieses Progressive, stark an Genesis Hochzeiten erinnernde Werk, hebt mit sphärischen Keyboardklängen den männlichen Gesang empor und wirkt wie eine Frischzellenkur.

Leider verfallen GOLDENHORSE danach wieder in ihre poppige Gute-Laune-Naivität, das countryeske Spiel von “Cool pants” inklusive weiblicher Levis-Jeans-Erotikphantasien hinterlässt leider genauso wenig bleibenden Eindruck wie “Northern lights”, welches dubbende Bassrhythmen über schwirrend süßlichen Akustiksound bietet. Wenige Momente energischen Rocks erlebt man mit “Used to think”´s krächzigen Riffs oder “Four minute drive”´s versucht coolen Dreivierteltakt-Fusswipper. So wird GOLDEN HORSE wohl auch dasselbe Schicksal zuteil wie es SIXPENCE NONE THE RICHER widerfahren ist – als Soundtrack für pseudodramatische Teenieserien und für sommerlich warme Sonntagabende gut geeignet, aber mehr als radiotauglich ist das auch nicht. Aber das hat ja bereits die Neuseeländer schon begeistert.

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