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GRAN NOIR - Electronic Eyes

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GRAN NOIR
Artist GRAN NOIR
Title Electronic Eyes
Homepage GRAN NOIR
Label WATERFALL OF COLOURS
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GRAN NOIR wurden 2011 als schweizerisch-deutsche Band von Pascal (Gesang), Matt (Gitarre & Gesang), Rey (Gitarre), Nils (Drums & Gesang) und Phil (Bass) gegründet. Weshalb das ausgerechnet in Peking passierte, wo doch Basel oder meinetwegen auch Weil am Rhein irgendwie viel naheliegender gewesen wären, vermag ich nicht zu sagen. Über den Sound des Vierers lässt sich jedoch konstatieren, dass es sich um von Stoner-  und  Punk-Rock geprägten düsteren Alternative-Rock handelt, der mit sahnigem Indie verziert wird.

Nach verschiedenen Veröffentlichungen ist „Electronic Eyes“ die zweite Langrille der Herrschaften, die sich für die Aufnahmen, die Produktion und den Mix der Hilfe von Phil „Danger“ Hillen (FJORT, POWERWOLF) versicherten. GRAN NOIR wagen mit ihrem zweiten Album einen globalen Blick auf Vereinsamung, Kontrollverlust und Ausbeutung der  menschlichen Gemeinschaft im digitalen Zeitalter. Um diese Themen musikalisch und klanglich entsprechend zu transportieren, haben sie ihren Schaffungsprozess als Versuchsanordnung gestaltet, in dem vieles probiert und vieles verworfen wurde. Wie auch immer diese nach steriler Laborsituation klingende Vorgehensweise ausgesehen haben mag: Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall hören lassen! Dass der Song „Aerial View“ dabei den Namen einer BLACKMAIL-Platte trägt, mag Zufall sein, könnte aber auch eine Verbeugung vor dem Werk der Koblenzer Indie-Kapazität sein. Nicht zuletzt hat ja BLACKMAILs Kurt Ebelhäuser auch den 2013er Erstling „Alibi“ produziert. Zuvor hatte man beim fragilen Opener „Universe Next Door“ noch kurz an MUSE gedacht, während mit dem temperamentvoll schrammelnden „Lost At Home“ für einen Moment das Wort INCUBUS aufflammt. Dank „Walking Dead“ findet auch eine Prise Punk ins Geschehen und wenn „Sydney Calling“ die Krachlatten von der Leine lässt, kommt gar ein wenig vom anfänglich erwähnten Stoner-Feeling auf, bevor am Ende „Oaxaca“ ans lodernde Lagerfeuer bittet.

Wer sich von den genannten Referenz-Kapellen angesprochen fühlt, ist bei GRAN NOIR bestens aufgehoben. Gleichwohl spult das Quartett auf „Electronic Eyes“ nicht einfach ein bekanntes Programm ab, sondern entwickelt seinen ganz eigenen Sound, der definitiv hörenswert ist.

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