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GREAT LAKE SWIMMERS - The Waves, The Wake

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GREAT LAKE SWIMMERS
Artist GREAT LAKE SWIMMERS
Title The Waves, The Wake
Homepage GREAT LAKE SWIMMERS
Label NETTWERK
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Das Indie-Folk-Projekt THE GREAT LAKE SWIMMERS von Mastermind und Singer-Songwriter Tony Dekker feiert 2018 sein 15-jähriges Bestehen. Passend dazu gibt es mit „The Waves, The Wake“ ein neues Album – quasi als Geschenk des Jubilars an seine Fans. Anders als man es bei einer auf Falk basierenden Platte erwarten würde, gibt es heuer allerdings keine Akustikgitarre auf dem jüngsten Silberling zu hören. Die hat der umtriebige und hoch dekorierte Tony diesmal zur Seite gelegt und stattdessen neue Klangfarben von Harfen, Lauten, Pfeifenorgeln, Holzbläsern, Congas und Marimbas ins Spiel gebracht – zusammen mit etwas gängigeren Sounds von Banjo, Klavier und 12-saitiger E-Gitarre.

Im Falle des Openers „The Falling Wind“ bedeutet dies eine auf das Wesentliche reduzierte Instrumentierung, die sich auf Holzbläser und Dekkers Gesang beschränkt. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ist dieses Lied ein absolut gelungener Auftakt, der seinen Hörer direkt gefangen nimmt. Gleiches gilt auch für das wunderschöne „In A Certain Light“, das mit federleichten Melodien übernimmt, bevor „Alone But Not Alone“ auf gekonnte Weise die E-Gitarre zu Gehör kommen lässt. Derweil gefällt „Falling Apart“ mir den verträumten, mehrschichtigen Harfenklängen, für welche die gefeierte Harfenistin Mary Lattimore verantwortlich zeichnet. Begleitet wird dieser emotionale Gastauftritt mit Klavier und Gesang, bevor es mit dem vielschichtigen „Side Effects“ mitsamt Vibraphon, Tempovariationen und Vocaleffekten weitergeht. Zu meinen Favoriten zählt das rhythmusbetonte „Root Systems“, aber auch das verspielte „Unmaking The Bed“ hat seinen Charme. Ein ganz besonderes Highlight ist jedoch „Visions of A Different World“, denn es wurde komplett a cappella produziert und übermittelt seine Botschaft mit geisterhaft-sehnsüchtigem Vocals. Der Vollständigkeit halber seien auch noch die wunderbaren Songperlen „The Real Work“ und „Holding Nothing Back“ genannt. Und natürlich „Mouth of Flames“ sowie das finale „The Open Sea“, die mich mit ihrer Eindringlichkeit ebenfalls besonders flashen konnten.

Daheim in Kanada werden Tony Dekker und seine GREAT LAKE SWIMMERS als „nationaler Schatz“ gehandelt und in der Tat ist „The Waves, The Wake“ ein musikalisches Kleinod von ganz besonderer Güte. Eine Empfehlung an alle, die Indie-Folk auch mal mit minimalistischem Orchestereinschlag hören wollen.

 

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