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GRIMLORD - Dolce Vita Sath-an as

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Grimlord-Dolce-Vita-Sath-An-As.jpg
Artist GRIMLORD
Title Dolce Vita Sath-an as
Homepage GRIMLORD
Label TRIDENT HARMONY
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

An sich ist man aus Polen eher deftige Todesblei-Kost gewohnt und nachdem das eigenwillige Intro zu “Dolce Vita Sath-an as” verklungen ist, könnte man meinen, dass GRIMLORD ebenso in diese Kerbe schlagen. Doch nach dem deathigen Einstieg wird schnell deutlich, dass die drei Polen eine ganz eigene Vision haben.

Denn plötzlich schlägt der Sound in klassischen Heavy/ Power Metal mit clean-energischen Vocals, verspielten Lead-Melodien und treibenden Drummings um, was dann noch mit einem eingängigen Refrain garniert wird und an sich einen ordentlichen, wenn auch nicht alltäglichen Einstieg markiert. Das anschließende „When the Heads are going down“ folgt dann der Power Metal-Schiene und offenbart die eine oder andere spielerische Finesse, besonders beim Drumming. Auch „Oh! My King“ weiß durch versierte Gitarrenarbeit zu gefallen, offenbart aber durch die sich wiederholend gleich klingenden Vocals, dass die Stimme zwar ok aber scheinbar klar im Limit angekommen ist, wobei dennoch versucht wird, neue Sphären zu erklimmen. Mit „Shade of Wrath Angels“ kommt ein Instrumental daher, das zwar weiterhin spielerisch bei den Gitarren nichts zu wünschen übrig lässt, aber vom Sound her und bei den Drums dermaßen abfällt, dass man sich fragt, ob das nicht doch einfach schlecht programmiert wurde. Das folgende „Ground Zero“ beweist zwar noch mal die Versiertheit des Gitarristen/ Sängers und Bandchefs Picard, entpuppt sich aber vom Songwriting her als ziemlich unspannend. Interessant wird dann die Entwicklung beim zweiten Part der Platte. Denn entweder hat der gute Fronter erkannt, dass es stimmlich nicht so riesig um ihn bestellt ist oder ihm sind einfach die Texte ausgegangen. Denn ab jetzt gibt es nur noch Instrumentalstücke zu hören, was doch ein wenig merkwürdig erscheint. Spielerisch sind auch diese durchaus gefällig dargeboten, zeigen aber, dass man im Songwriting doch noch einige Baustellen aufweist. So findet z.B. das melancholisch-atmosphärische „Ancient Land of Ys“ einfach kein Ende und stellt sich mit über 7 Minuten Spielzeit selbst ins Abseits. Da wäre einfach mehr drin gewesen. Ebenso beim abschließenden „Lamentation Sword“, welches bei allen spielerischen Nettigkeiten auf die Dauer einfach langweilig wird, weil außer der Schlagzeugarbeit und den dauernd vor sich hin wedelnden Gitarren nichts Packendes passiert und keinerlei Spannungsbogen entsteht.

So lässt „Dolce Vita Sath-an as“ einige Fragezeichen aufkommen. Denn am Ende bleibt eigentlich nur hängen, dass die Gitarrenarbeit und das Schlagwerk sehr ordentlich bearbeitet wurden. Was uns GRIMLORD aber nun im Grunde mit diesem Album zeigen und beweisen wollen, wissen wohl nur sie selbst…

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