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GUDRUN MITTERMEIER - Mitternach

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GUDRUN MITTERMEIER
Artist GUDRUN MITTERMEIER
Title Mitternach
Homepage GUDRUN MITTERMEIER
Label MOTOR
Veröffentlichung 22.04.2016
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Mitternach ist ein kleines Dorf in Niederbayern, in dem die bereits verstorbene Mutter von GUDRUN MITTERMEIER geboren wurde. Nach diesem Ort hat die Münchnerin ihr aktuelles Album benannt – das erste, das sie unter ihrem bürgerlichen Namen und im niederbayerischen Dialekt veröffentlicht. Zuvor hatte es drei Langrillen mit englischsprachigem Songwriter-Pop unter  dem Namen SOMERSAULT von der Bajuwarin gegeben und eigentlich sollte „Mitternach“ ebenfalls mit englischen Texten daherkommen, doch am letzten Aufnahmetag sang sie einen der neuen Songs in der Mundart ihrer Kindheit und war vom Ergebnis wohl ziemlich geflasht.

Zumindest war sechs Wochen später der Longplayer mit neuen Texten versehen und aufgenommen. Das Ergebnis hat nunmehr den Weg in die Plattenläden gefunden, könnte sich auf der nördlichen Seite des Weißwurstäquators allerdings als etwas sperrig erweisen. An den zarten, teilweise recht melancholischen oder gar düsteren Kompositionen (vgl. den virtuosen Opener „Schwarz“) ist wenig auszusetzen, aber der bayerische Zungenschlag ist halt schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Derweil sorgen Jazz-Pop-Harmonien (inkl. (Burt-Bacharach-Trompeten) beim sich anschließenden „Leicht wean“ für eine federleichte Schwerelosigkeit, die an KATE BUSH denken lässt. Die aktuelle Single „Mei Heaz“ geht derweil mit sanften Beats und schwungvollem Drive ins Bein, ehe es im späteren Verlauf „Hoam“ geht. Es geht nach Hause, zurück zu den Wurzeln, die ein wenig geheimnisvoll erscheinen und deshalb ihre dunkle musikalische Entsprechung erhalten haben. Anders „Soulsurvivor“: auch hier ist ein schwermütiger Unterton zu hören, doch klingen neben dem gehauchten Gesang auch ein positive Zwischentöne durch. Die nimmt dann auch das temperamentvolle „I muass ois segn“ auf und animiert gar zum Tanzen, ehe auf der Zielgeraden mit „Her“ und „Stäi de ins Liacht“ erneut nachdenkliche Klavier- und Gitarrenmelodien im Mittelpunkt stehen.

Popmusik im niederbayerischen Zungenschlag ist auf Bundesebene sicher nur bedingt massentauglich, jedoch kann ich mir GUDRUN MITTERMEIER mit der „Mitternach“-Mucke gut auf kleinen alpenländischen Bühnen vorstellen. Wenn INA MÜLLER op platt „De Klock is dree“ singt, versteht sie letztlich ja auch nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkerung, aber dass es sich um ein tolles Lied handelt, merkt man auch in Unkenntnis der Texte. So ähnlich ist es mir mit der Musik von GUDRUN MITTERMEIER ergangen…

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Gudrun Mittermeier 'Mitternach' Tracklist
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