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HADEWYCH - s/t

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Hadewych-Hadewych.jpg
Artist HADEWYCH
Title s/t
Homepage HADEWYCH
Label TUCHTUNIE
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Das Musik-Projekt HADEWYCH wurde 2003 von Peter Johan Nijland gegründet. Nach zwei selbstgemachten kurzen CDr war dann auch erstmal Ruhe und der Däne widmete sich verstärkt seiner Beteiligung an dem Drone-Folk-Trio RED VELVET CORIDOR, der Neofolk-Band VOLKSWEERBAARHEID und diversen Solo-Projekten. 2007 kam dann das erste HADEWYCH-Album als CDr in einer Auflage von 50 Exemplaren heraus, diesmal auf dem jungen holländischen Label TUCHTUNIE, das bis dato lediglich eine Split-Veröffentlichung mit PROTOCOL NAVIKOV, LAUFEYIAR SONR und FOUNDATION HOPE herausgebracht hat. Irgendwann waren dann alle Alben weg, und nun entschied man sich gemeinsam, etwas professioneller zu werden und jetzt liegt mit der Neuauflage des Erstlingswerks eine richtige CD, ansprechend gestaltet mit beigelegten Karten, in Stoff und Holz verpackt und mit getrocknetem Laub umwickelt. Sieht schon mal gut aus, aber was ist denn nun drinnen?

Was dann die Boxen hergeben, ist enttäuschend, zusammenhangsloser Soundclash, mal ein bisschen E-Gitarre, Ambient-Fetzen, etwas Krach zwischendurch (in diesem Fall wurde sich an einem Klavier zu schaffen gemacht). Nichts passt zusammen und es klingt, als hätte da mal eben jemand ein bisschen rumgebastelt und gleichzeitig auf Aufnahme gedrückt. Normalerweise hätte ich schon längst die Notleine in Form der Stopptaste gedrückt, aber ich muss mir ja das Album komplett anhören. Ist ja mein Job. Doch siehe da, nachdem sich der ausdauernde und schmerzfreie Hörer durch einige Tracks durchgekämpft hat, wird er dann bei Titel 5, 3 Minuten und 10 Sekunden noch positiv überrascht. Ab dann geht es nämlich bis auf kleine weitere Ausnahmen angenehm und sehr interessant weiter. Schöne, ruhige Ambient-Flächen mit Heavenly Voice, folkige Szenen mit Akustikgitarre, Trommeleinlage bis hin zu einer Art Wave-Ambient mit männlichem Sprechgesang. Wer hätte das noch gedacht, so finden sich auf „Hadewych“ doch noch fünf richtig gelungene und äußerst hörbare Tracks.

Hier zeigt sich wieder einmal, dass weniger mehr ist. Das Debüt würde in Teilen eine tolle EP abgegeben, in einer schicken Aufmachung und einer begrenzten Auflage von 165 Kopien (eine reguläre Auflage von 300 Exemplaren folgt). Mal sehen, was Nijland in der Zukunft noch liefern wird, Potential ist jedenfalls vorhanden, er muss es nur filtern.

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