Terrorverlag > Blog > HAIL OF BULLETS > III – The Rommel Chronicles

Band Filter

HAIL OF BULLETS - III – The Rommel Chronicles

VN:F [1.9.22_1171]
Hail-Of-Bullets-III-The-Rommel-Chronicles
Artist HAIL OF BULLETS
Title III – The Rommel Chronicles
Homepage HAIL OF BULLETS
Label METAL BLADE
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.3/10 (4 Bewertungen)

BACK WITH A VENGEANCE!!! Und das gilt nicht nur für den Schreiberfuzzi, sondern erst recht für die intensivste und mächtigste Death Metal-Walze on Earth, die auch Platten raushaut (an BOLT THROWER kommt natürlich insgesamt niemand vorbei!)! Mit “III – The Rommel Chronicles” schlägt das Tulpenkommando um Mikro-Röchelchef Martin van Drunen zum 3.(ach!) Mal per Longplayer gnadenlos zu. Schon die ersten beiden Alben sind an der obersten Spitze der gesamten Death Metal-Riege anzusiedeln, da lässt sich auch Meisterwerk Nummer 3 nicht lumpen und donnert jedem Hartwurstfan vehement 10 Granaten auf die Rübe, vor denen es kein Entrinnen gibt. Hier haben sich 5 Ausnahmekönner zu einer perfekten Einheit verschmolzen. Man macht natürlich nix Neues, lässt auch nicht die Technik-Sau raushängen (obwohl man locker könnte!) sondern startet einfach erneut einen tödlich-effektiven Feldzug gegen jeden Nackenmuskel! Die Produktion könnte kaum amtlicher sein, was im Übrigen auch mal wieder für die Mucke gilt. Damit bleibt man seiner bisherigen Bandhistorie ebenso treu, wie auf dem textlichen Sektor. Der wird diesmal aber leicht variiert, widmet man sich heuer doch nicht nur einer einzigen Schlacht des 2. Weltkrieges, sondern handelt auf “III – The Rommel Chronicles” das militärische Leben einer einzigen Person ab: Erwin Rommel. Interessierte sollten sich neben den Texten auch unbedingt tiefer reinlesen in die Materie! Auf musikalischer Seite gelingt der Wechsel zwischen rasend schnellen Killerparts, mörderisch groovenden Headbangpassagen und den einzigartigen atmosphärischen Ausflügen mit den EDGE OF SANITY-artigen Leads einfach perfekt, die Soli sind selbstredend oberste Kajüte. Und wer nicht fünf Meter Gänsehaut bekommt, wenn van Drunen am Ende von “DG-7″ mehrfach „Gespensterdivision“ hauchflüsterschreit, dem ist nicht mehr zu helfen!

Doch wie immer geht´s von vorne los. Da knallt “Swoop of the Falcon” nach einem Kriegssampleintro dermaßen plättend als Midtempowalze mit Doublebass-Geratter los, dass man nur gleich ekstatisch alle (ALLE!) Körperteile in Bewegung setzen kann. Der doomige Mittelpart mit melancholisch-atmosphärischen Klampfen ist noch mächtiger, das folgende hochmelodische Solo passt wie Panzer und zu dem ultimativen Geröchel van Drunens muss man nix mehr sagen. Was ein Auftakt! Derbe nach vorne Gedonnert wird im zwar recht simplen, aber so was von geilen “Pour Le Merite”, dem man in der Mitte einen unglaublich fetten Stampfbreak spendiert, flankiert von einem erneut einmaligen typischen HAIL OF BULLETS-Atmoklampfenpart. Das konnten in dieser exorbitanten Güte nur EDGE OF SANITY in ihrer besten Blütezeit! “DG-7″ startet mit einem schreddenden Fettriff, einem typischen Drunen-Rülpser, schön melancholisch-verträumten Klampfen und schlägt dann nach etwas über 1 Minute rasend zu wie ein Düsenjäger. Das Tempo wird dennoch immer wieder geschickt variiert, der treibende Mittelpart wird jede Halle zum Bangenden Überkochen bringen! Und immer wieder diese gefühlvollen Klampfen! Kein Wunder das Dan Swanö komplett auf die Jungs abfährt. Gespensterdivision… aaaargh! Ich höre das schon aus tausenden von Kehlen auf dem PartySan erschallen… Das knapp dreiminütige “To the Last Breath of Man and Beast” montiert einfach nur im Wüstensturmtempo die Rübe ab. Wie brüllt doch Martin nach dem kleinen Break: „Fire“! Genau. Richtig schleichend doomt dafür das folgende “DAK” los, bevor wieder ein Mordsriff aus den Fingern gezaubert wird und das Ganze in einen sowas von nach vorn schiebenden Burner mündet, das die Rübe ganz von allein den Groove assimiliert. Aber Vorsicht vor den Doomeinschüben und der Speedexplosion (inklusive SLAYER-Gedächtnissoli) am Ende! “The Desert Fox” ist der Quasi-Titeltrack, dementsprechend brettert man energisch wie ein Panzer im derbe treibenden Midtempo voran, poltert ab etwa der Hälfte rasanter durch die Dünen und legt eine perfekte Untermalung des Textkonzepts hin (vor allem im Schlussteil, man beachte die Schlagzeugarbeit!). Das sich auf diesem komplett fesselnden Masterpiece nicht eine einzige auch nur annähernd schlappere Sekunde befindet, dürfte sich bisher abgezeichnet haben. Auch das erneut teils recht schnelle “Tobruk” zeigt die Herren van Drunen/ Warby/ Gebedi/ Baayens/ van Eekelen in absolut unangreifbarer Form. Death Metal in Reinkultur ohne großen Schnickschnack. “Farewell to Africa” fährt mittendrin wieder mit Leichtigkeit ein unglaubliches Riff auf, das die Meisten Genre-Kollegen wohl nie im Leben aus ihren Saiten quetschen werden.

Keine Ahnung, wie die Jungs das machen, aber sie machen´s! Dass man auf “III-The Rommel Chronicles” die Schnelligkeit und Brutalität im Vergleich zum Vorgänger wieder vermehrt entdeckt hat, ist zu begrüßen und zeigt auf, dass man auch im rasenden Tempo glänzt. Lauscht mal “The Final Front”! Die Scheibe enthält die schnellsten Passagen, die die fünf Holländer bislang fabriziert haben. Und damit variiert man den Bandsound um die erforderlichen kleinen Nuancen, damit man nicht auf der Stelle tritt und Album Nummer 3 sich von den vorigen beiden marginal unterscheidet. Der Trademarksound der Jungs ist natürlich nach wie vor das Fundament, daher ist das tieftraurig-melancholische und langsam vor sich hinrollende “Death of a Field Marshal” auch der doomend-krönende Abschluss einer in allen Belangen überragenden Scheibe. 3.Album, zum 3.Mal volle Punktzahl, zum 3.Mal essenzielle Kaufpflicht in allen Formen und Farben! Beängstigend… grandios.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

HAIL OF BULLETS - Weitere Rezensionen

Mehr zu HAIL OF BULLETS