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HALOROID - Repeat Repeat Repeat

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Haloroid-Repeat-Repeat-Repeat
Artist HALOROID
Title Repeat Repeat Repeat
Homepage HALOROID
Label FINEST NOISE
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

In Nürnberg ist große Musik zuhause – einmal im Jahr, wenn das Rock im Park Zehntausende auf den Plan ruft und das düstere Zeppelinfeld am Dutzendteich mit ausgelassenem Leben bevölkert wird. Aber offensichtlich hat die Frankenmetropole auch ganzjährig ihre ganz eigenen Kleinode zu bieten. Zumindest, wenn es um HALOROID geht, die Ende 2016 ihre EP „Repeat Repeat Repeat“ veröffentlicht haben.

Auf die Ohren gibt es knackigen Rock, der irgendwo zwischen Post-Grunge vom Schlage der FOO FIGHTERS oder BIFFY CLYRO und dem druckvollen Clubrock der KILLERS und PLACEBO einzuordnen ist. In diesem Sinne macht der knackige Opener „Imagine Me“ auch direkt mal keine Gefangenen. Die voluminöse Stimme von Dirk Mörsdorf überzeugt auf ganzer Linie und beweist über die fünf Tracks zudem Abwechslungsreichtum. Etwa beim nachfolgenden Kracher „Blow My Mind Out“ oder dem hymnischen „Sheherazade“. Hier wandern die Gedanken beim Hören der Vocals kurz zum seligen Scott Weiland in seinen guten Tagen bei den STONE TEMPLE PILOTS, während die Instrumentalfraktion bestehend aus Stefan Goldmann (Gitarre), Oliver Herrmann (Drums) und Stefan Heinzl (Bass) für „Lack of Trust“ zunächst einen Gang runterschaltet, um dann wieder in die Vollen zu gehen. Gesanglich macht Dirk auch in diesen ruhigeren, nicht minder energiegeladenen Momenten eine gute Figur und so bleiben auch mit dem finalen, treibendem „A Heartbeat Away“ keine Wünsche offen.

Außer natürlich, dass man von dieser schmackhaften Alternative-Grunge-Indie-Kost gern noch einen Nachschlag hätte. Tja, bleibt zunächst mal nur die Repeat-Taste des CD-Players… Insofern passt natürlich auch der Titel „Repeat, Repeat, Repeat“ der Debüt-EP ganz hervorragend. Ansonsten dürfen sich die süddeutschen Musikbegeisterten auf einige HALOROID-Konzerte freuen und der Rest der Republik muss auf eine Langrille hoffen, die nicht allzu lange auf sich warten lässt und von einer bundesweiten Tour begleitet wird. Nach den ersten fünf Songs wage ich zu behaupten, dass das Warten sich lohnen dürfte.

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