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HARVEST RAIN - Night Chorus

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Artist HARVEST RAIN
Title Night Chorus
Homepage HARVEST RAIN
Label OPN
Veröffentlichung 29.08.2005
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

Neofolk gehört in Amerika ja eigentlich nicht zu den angesagtesten Genres. Aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen wie LUX INTERNA oder eben HARVEST RAIN, die im Untergrund schon einige Jahre aktiv sind. Nach einigen CD-R Veröffentlichungen tat man sich mit dem französischen Label OPN zusammen – Ergebnis: 2 MCDs mit den Namen „A Frost comes with the Wind“ (als Gast Matt Howden) sowie „Evening and Devotion“. Jetzt ist es an der Zeit, die erste Full Lenght vorzulegen, mit einer Spielzeit von über 60 Minuten und 15 Tracks, die aus den Jahren 1995 bis 2005 stammen, also ein breites Spektrum aufweisen.

Ein Kritikpunkt vorneweg: Der Sound ist recht unbefriedigend ausgefallen und kann heutige Standards keineswegs erreichen. Alles hört sich irgendwie dumpf an, als ob die Aufnahmen hinter einer Art Schleier stattgefunden hätten. Was irgendwie aber auch wieder zu der kreierten „Moody Athmosphere“ passt, wie es im Internet allenthalben steht. Dort gibt es noch andere nette Beschreibungen wie „Ghost Ambient“ oder „Samhain Folk“, die durchaus zutreffend sind, die Kompositionen aber dennoch nur näherungsweise beschreiben. Kurz noch etwas zu den Gästen, neben dem Allroundkünstler TOR LUNDVALL, der auch für das Cover verantwortlich zeichnet, ist der Berliner Axel Frank (WERKRAUM) vertreten, den man mittlerweile als festes Bandmitglied bezeichnet. Dazu kommt dann noch die kanadische Flötistin Amanda Votta, die bei dem Song „Green Flame“ in den Vordergrund tritt und den Klangkosmos um eine weitere interessante Facette bereichert. Die einzelnen Kompositionen sind dabei recht unterschiedlich ausgefallen, allen gemein ist eine geisterhafte Atmosphäre, wie von Schamanen getrieben, die durch nebelverhangene Moorlandschaften treiben. Das kann dann im einzelnen elektronisch minimalistisch ausfallen („Fountain of Night“, mit einer Art Sprechgesang), aber hin und wieder auch wie CANAAN mit eben Neofolk-Touch klingen („Strange Lights appear“). Bei „Glowing across“ sorgt ein prägnanter Bass in Verbindung mit der Cold Wave Stimmung sogar für ein paar Erinnerungen an die seligen JOY DIVISION.

So sind denn Neofolk, Cold Wave und sphärische Gitarren die drei Eckpunkte von HARVEST RAIN, die es meisterhaft verstehen, eine Art mystischen Minimalismus zum Leben zu erwecken. Dazu ein guter Tropfen und Kerzenschein, und vielleicht werdet ihr die Geister tanzen sehen. Das nächste Mal bitte mit einer etwas klareren Produktion, dann werde ich ohne zu zögern die Höchstnote geben, aber auch so ein unbedingt antestenswertes Kleinod fernab des Alltäglichen!

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