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HEAVEN IN HER ARMS - White Halo

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HEAVEN IN HER ARMS
Artist HEAVEN IN HER ARMS
Title White Halo
Homepage HEAVEN IN HER ARMS
Label MOMENT OF COLLAPSE RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wann immer ich mit der japanischen Kultur in Kontakt komme, stelle ich fest, dass sie mir ein wenig fremd ist. Meine jüngsten Berührungspunkte hatte ich mit HEAVEN IN HER ARMS, welche dieser Tage ihr drittes Album „White Halo“ veröffentlichen. Auf dem Zettel haben Kent (Voice & Gitarre), Takayuki (Gitarre), Katsuta (Gitarre), Kantaro (Bass) und Hiroki (Drums) seit rund 16 Jahren progressiven Hardcore, gepaart mit experimentellem Metal und Screamo-Elementen.

Nachdem der Opener „Ray of Light At Dusk“ für einen ebenso sanften wie vielversprechenden Start gesorgt hat, gehen die Tokioter Herrschaften mit „Abyss of The“ in die Screamo-Hardcore-Vollen – nicht ohne auch hier für die ruhig fließenden Melodien zu sorgen. So weit, so gut,  gäbe es im Folgenden noch entscheidende Variationen in der Songstruktur. Oder wenigstens ansatzweise so etwas wie Gesang. Okay, davon war seitens der Band nie die Rede, so spricht man auf der Facebook-Seite lediglich von Kents Voice und dass es sich um menschliche Laute handelt, die hier produziert werden, ist dann doch noch zu erahnen. So höre ich hoffnungsvoll die ersten Takte von „Forgivable Drown“, die zunächst einmal durchaus harmonisch klingen, um dann erneut von brachialen Gebolze und geradezu verzweifeltem Geschreie empfangen zu werden. Für meinen Geschmack eindeutig zu viel des Guten, aber ich gebe nicht auf und siehe da: Mit „Glare of The End“ kommt plötzlich eine imposante Kirchenorgel ins Spiel und dank „Chain With Fetters“ gehen auch die metallischen Sounds besser ins Ohr. Nur der Gesang bleibt eine mir unverständliche Schreierei, bei der ich noch nicht mal die Sprache erahnen kann. Das ändert sich dann auch nicht mehr mit dem finalen „Entangled Torus“, bei dem mich zumindest die Instrumentalfraktion mit ihrem akzentuierten, abwechslungsreichen Spiel begeistern kann.

Sorry, aber „White Halo“ ist für meine Ohren offensichtlich zu komplex. Dabei sind durchaus Songfragmente vorhanden, die mich überzeugen können, doch über die 45 Minuten Spielzeit finde ich die deutlich überwiegenden Screamo-Vocals einfach zu anstrengend. Damit sind HEAVEN IN HER ARMS bei mir raus, aber wer genau diese Zutat schätzt, wird vom Silberling begeistert sein, dessen Artwork ich übrigens sehr ansprechend finde.

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