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HELHORSE - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
HELHORSE
Artist HELHORSE
Title s/t
Homepage HELHORSE
Label SPINEFARM
Veröffentlichung 13.05.2016
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

“Fuck Art, Let’s Kill“ proklamierten HELHORSE dezent provokant auf ihrem letzten Album „Oh Death“ und setzten dieses Motto auch im bestmöglichen Sinne direkt um. Will sagen, es wurde auf zu viel künstlerisch anmutende Feingliedrigkeit verzichtet, sondern stattdessen mit Anlauf in des Hörers Allerwertesten getreten. Nun liegt der selbstbetitelte Nachfolger vor und schlägt – nicht ganz überraschend – in dieselbe Kerbe.

Ebenso wenig wie verschnörkelter Schnickschnack finden sich bei HELHORSE stilistische Schranken oder sonst wie geartete Genre-Konventionen, was ganz natürlich ist, haben die einzelnen Mitglieder doch die unterschiedlichsten musikalischen Hintergründe. So lassen sich die sechs Dänen denn auch nicht wirklich in eine Schublade einsortieren, sondern bewegen sich gewandt im weiten Spannungsfeld von Stoner-Doom, Sludge, (Post) Metal, Punk und sogar Grunge. Nach wie vor besonders prägnant ist dabei der äußerst kraftvolle und voluminöse Gesang von Frontmann Mikkel Wad Larsen, dessen Timbre in manchen Momenten gar an das eines Phil Anselmo erinnert. Im Zusammenwirken mit den eher kratzigen Vocals von Aske Kristiansen, der außerdem die Fender Rhodes und die Hammond bedient, sowie den geschickt arrangierten Background-Chören zaubern HELHORSE immer wieder spannende Melodiebögen aus dem Hut, die sich zwar nach einigen Durchläufen noch nicht ganz so schmeichelnd ans Ohr legen wie auf dem Vorgänger (einen Ohrwurm wie „Death Comes To The Sleeping“ habe ich noch nicht ausmachen können), aber in ihrer – manchmal beinahe schrulligen – Direktheit durchaus gelungen sind. Unterlegt werden diese von scharfkantigen Riffs, die zwischen Down- und Midtempo schlüssig variieren und die (klammert man die kurzen Zwischenspiele „Interlude I-III“ aus) acht Kompositionen auf „Helhorse“ wahlweise in die Nähe des Punk („No Fucks Given“), Stoners („Carry Your Own“), oder des Grunge („Fortune Favors The Bold“) rücken. Auch klassische Metal-Licks finden sich in den verschiedenen Songs immer wieder und geben dem Ganzen einen umso kräftigeren Charakter. Das alles ist tatsächlich möglich, ohne zu Lasten der Homogenität des Albums zu gehen. Für die sorgt nämlich der sehr dominante, betont kernig pumpende Bass, und zwar in Form eines  dunklen, bedrohlichen und dabei gleichzeitig extrem warmen, vollen Sounds. Kreiert wird dieser nicht nur durch Bassist Theis Roed Thorgersen selbst, sondern vor allem durch die Melange mit der bereits erwähnten Rhodes-Orgel-Kombination, die HELHORSE außerdem einen hohen Wiedererkennungswert beschert.

Insgesamt ist „Helhorse“ ein sehr ordentliches, wenn auch mit knapp 37 Minuten relativ kurzes Album, etwas sperriger und dadurch im ersten Moment nicht ganz so spektakulär wie „Oh Death“, aber in jedem Fall empfehlenswert.

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Helhorse 's/t' Tracklist
1. Carry Your Own Button MP3 bestellen
2. Among The Wolves Button MP3 bestellen
3. Fortune Favours The Bold Button MP3 bestellen
4. I Button MP3 bestellen
5. The Blood Boiler Button MP3 bestellen
6. Hell Of A Ride Button MP3 bestellen
7. Ii Button MP3 bestellen
8. Raise The Black Flag Button MP3 bestellen
9. Iii Button MP3 bestellen
10. My Haven / Your Hell Button MP3 bestellen
11. No Fucks Given Button MP3 bestellen
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